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Sonntag, 1. Juni 2025

Nachtigall

 .... und so schließ' ich messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf!

👇








🪄Na also: Man muss nur das "gesamt" ein bißchen ändern  und es passt wieder!💥

"So fühlt man Absicht und man ist verstimmt." (Goethe: Torquato Tasso)

Oder wie man in Berlin sagt: "Nachtigall, ick hör dir trapsen!“

😉😊😋😇🙈



Donnerstag, 26. September 2024

Klimatheologie

 

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Von: Richard Krampl <richardkrampl7@gmail.com>
Gesendet: Dienstag, 24. September 2024 11:14
An: DiePresse Leserbriefe <diepresse.leserbriefe@diepresse.com>
Betreff: "Klimatheologie"

Ich gratuliere Herrn Kumpfmüller zu seinem tollen Leserbrief (23.9.). Auch ich sage immer: "Es gibt keine Krise des Klimas sondern eine Krise der Klimatologie". Es wird fälschlicherweise von einer statistischen Korellation zwischen CO2-Gehalt der Atmosphäre und der Temperatur auf eine kausale Verknüpfung geschlossen. Dies ist der häufigste Fehler in der Wissenschaft. Tatsächlich ist es eher umgekehrt, dass die erhöhte Temperatur die Ursache des erhöhten CO2-Gehaltes ist (weil die erhöhte Temperatur zu einer Beschleunigung des natürlichen Kohlenstoffkreislaufes führt). Die Klimatologen sollten sich einmal intensiver wissenschaftstheoretisch mit Sir Karl Popper auseinandersetzen (verifizieren/falsifizieren). Hier einige Fakten und Anregungen:

- "Nicht das CO2, sondern die Sonne diktiert das Klima" (Univ.-Prof. Dr. Anton Krapfenbauer)

- "Das Klima bedarf nicht des Schutzes." (Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, ÖVP)

- Die globale Durchschnittstemperatur beträgt 14.5°C - seit ca. 40 Jahren gleichbleibend

- "Das erste Opfer globaler Erwärmung: Die Wahrheit" ("Die Presse", 31.12.2018, Seite 18)  

- "Lernen Sie (Klima-) Geschichte!" (frei nach Bruno Kreisky)

- 2 Klimatologen am Rande eines Klimatages (Mittagspause). Sagt der eine zum anderen - und es ist tatsächlich fast so witzig wie ein Witz: "Was das Klima betrifft, habe ich zwei Meinungen: eine dienstliche und eine private."

Wenn man sich vor Augen hält, dass sich nahezu alle Planeten erwärmen, dann wird schnell klar, dass die Ursache der Erwärmung nur die Sonne sein kann und nicht der Mensch bzw. das CO2.

Richard Krampl, Zeltweg


Samstag, 2. Oktober 2021

Glaube light

Ursprünglich eignen Sinn
Laß dir nicht rauben!
Woran die Menge glaubt,
Ist leicht zu glauben

Goethe

 ۝

Leserbrief von mir in der Wiener Zeitung zu K. P. Liessmann (Sept.21)

"In Zeiten, in denen es als anrüchig gilt, Kind und Badewasser vor dem Ausschütten zu trennen, tut es gut, einen ausgewogenen Artikel zu lesen, der  gesicherte Tatsachen und Vermutungswucherungen auseinander hält. Während Klimaaktivisten und ihre immer zahlreicher werdenden "follower" alles glauben, was nur immer in der Form einer Studie auf den Markt kommt, sagen die Leugner, daß "das ALLES NICHT WAHR" sei. 

Angebracht wäre aber Skepsis im Sinne von "das ist NICHT ALLES WAHR" Diese Differenzierung erfordert jedoch eine tägliche geistige Anstrengung und man kann ja von Publizisten und Politikern nicht verlangen, daß sie Philosophen sind. Im übrigen warten ich und die gesamte Medienwelt auf den ultimativen wissenschaftlichen Beweis, daß auch Vulkanausbrüche und Erdbeben von Menschen gemacht sind."

 


Freitag, 20. August 2021

So entstehen allgemeine Meinungen

 SchopenhauerEristische Dialektik 

oder: Die Kunst, Recht zu behalten.

Kunstgriff 30

Das argumentum ad verecundiam [an die Ehr­furcht gerichtetes Argument]. Statt der Gründe brauche man Autoritäten nach Maßgabe der Kenntnisse des Gegners.

Unusquisque mavult credere quamjudicare [jeder will lieber glauben als urteilen]: sagt Seneca [De vita beata, Ι, 4]; man hat also leichtes Spiel, wenn man eine Autorität für sich hat, die der Gegner respektiert. Es wird aber für ihn desto mehr gültige Autorit­äten geben, je beschränkter seine Kenntnisse und Fähigkeiten sind. Sind etwa diese vom ersten Rang, so wird es höchst wenige und fast gar keine Autoritäten für ihn geben. Allenfalls wird er die der Leute vom Fach in einer ihm wenig oder gar nicht bekannten Wissenschaft, Kunst, oder Hand­werk gelten lassen: und auch diese mit Mißtrauen. Hingegen haben die gewöhnlichen Leute tiefen Respekt fü die Leute vom Fach jeder Art. …. Allein für das Vulgus [Volk] gibt es gar viele Autoritäten die Respekt finden: hat man daher keine ganz passende, so nehme man eine scheinbar passende, führe an, was Einer in einem andern Sinn, oder in andern Verhältnissen gesagt hat. ….. Auch sind allgemeine Vorurteile als Autoritäten zu gebrauchen. Denn die meisten denken mit Aristoteles ά μεν πολλοις öοκει ταυτα γε εινειφαμεν [was vielen richtig scheint, das, sagen wir, ist]: ja, es gibt keine noch so absurde Meinung, die die Menschen nicht leicht zu der ihrigen machten, sobald man es dahin gebracht hat, sie zu überreden, daß solche allgemein angenommen sei. Das Beispiel wirkt auf ihr Denken, wie auf ihr Tun. Sie sind Schafe, die dem Leithammel nachgehn, wohin er auch führt. Es ist sehr seltsam, daß die Allgemeinheit einer Meinung so viel Gewicht bei ihnen hat, da sie doch an sich selbst sehn können, wie ganz ohne Urteil und bloß kraft des Beispiels man Meinungen annimmt. Aber das sehn sie nicht, weil alle Selbst­kenntnis ihnen abgeht. - Nur die Auserlesenen sagen mit Plato τοις πολλοις πολλα öοκει [Die Vielen haben viele Meinungen] …..

Die Allgemeinheit einer Meinung ist, im Ernst geredet, kein Beweis, ja nicht einmal ein Wahr­scheinlichkeitsgrund ihrer Richtigkeit. Die, welche es behaupten, müssen annehmen, daß die zeitliche Entfernung jener Allgemeinheit ihre Beweiskraft raubt: sonst müßten sie alle alten Irrtümer zurückrufen, die einmal allgemein für Wahrheiten galten….

Was man so die allgemeine Meinung nennt, ist, beim Lichte betrachtet, die Meinung Zweier oder Dreier Personen;* und davon würden wir uns überzeugen, wenn wir der Entstehungsart so einer allgemeingültigen Meinung zusehn könnten. Wir würden dann finden, daß zwei oder drei Leute* es sind, die solche zuerst annahmen oder aufstellten und behaupteten, und denen man so gütig war, zuzutrauen, daß sie solche recht gründlich geprüft hatten: auf das Vorurteil der hinlänglichen Fähigkeit dieser nahmen zuerst einige Andre die Meinung ebenfalls an; diesen wiederum glaubten viele andre, deren Trägheit ihnen anriet, lieber gleich zu glauben, als erst mühsam zu prüfen. So wuchs νon Tag zu Tag die Zahl solcher trägen und leichtglaubigen Anhänger: denn hatte die Meinung erst eine gute Anzahl Stimmen für sich, so schrieben die Folgenden dies dem zu, daß sie solche nur durch die Triftigkeit ihrer Gründe hatte erlangen können. Die noch ϋbrigen waren jetzt genötigt, gelten zu lassen, was allgemein galt, um nicht für unruhige Köpfe zu gelten, die sich gegen allgemeingültige Meinungen auflehnten, und naseweise Bursche, die klüger sein wollten als alle Welt.  Jetzt wurde die Beistimmung zur Pflicht. Nunmehr müssen die Wenigen, welche zu urteilen fähig sind, schweigen: und die da reden düfen, sind solche, welche völlig unfähig sind,  eigne Meinungen und eignes Urteil zu haben, das bloße Echo fremder Meinung sind; jedoch sind sie desto eifrigere und unduldsamere Verteidiger derselben. Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht sowohl die andre Meinung, zu der er sich bekennt, als die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen; was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewußt sind. - Kurzum, Denken können sehr Wenige, aber Meinungen wollen Alle haben: was bleibt da anderes iibrig, als daß sie solche, statt sie sich selber zu machen, ganz fertig νοn Andern aufnehmen? - Da es so zugeht, was gilt noch die Stimme νοn hundert Millionen Menschen? - So viel wie etwa ein histo­risches Faktum, das man in hundert Geschichts­schreibern findet, dann aber nachweist, daß sie alle einer den andern ausgeschrieben haben, wodurch zuletzt alles auf die Aussage eines Einzigen zuriicklauft.

«Dico ego, tu dicis, sed denique dίxit et ille : Dictaque post toties, nil nisi dicta vides.»

[Ich sag' es, du sagst es, doch schließlich sagt es auch jener; Hat man so oft es gesagt, bleibt nur noch Gesagtes übrig.]



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Q.E.D.

oder: Besser geht's nicht!

 * Auf die heutige Zeit aktualisiert sollte man hier wohl „Organisationen  oder „Interessengruppen“ einsetzen.

 

Samstag, 25. Januar 2020

Eine alte und notwendige Frage

Die anthropogene Erderwärmung
Der angebliche wissenschaftliche Konsens zum Klimawandel macht skeptisch - und neugierig. 
WZ vom 22.01.2020
Rudolf Bretschneider
ist Sozialforscher. Er war von 1973 bis 2007 Geschäftsführer und anschließend Konsulent von GFK-Austria. 
"Wenn alle das Gleiche denken, wird nicht viel gedacht", sagte Karl Valentin. Wenn das stimmt, verläuft die Medienberichterstattung zum Klimawandel recht gedankenarm. Immer wieder hört und liest man: "Die Wissenschaft ist sich einig ... ", " ... es besteht Konsens, dass ... die Erderwärmung durch den Menschen und die Zunahme des (bösen) C02 verursacht wird ... der Meeresspiegel meterhoch ansteigen wird" und es fast schon zu spät für die "Umkehr" ist. Vom Weltklimarat und den Klimaforschern der UNO-Gründung IPCC wird die Verringerung der Emissionen von C02 und anderen Treibhausgasen als (fast) einzige Möglichkeit verkündet, um "das Klima zu retten".
Der angebliche wissenschaftliche Konsens in Fragen des Klimawandels macht skeptisch und neugierig zugleich. Klimawandel besteht von jeher: von Warmzeit zu Eiszeit und zurück. Aber Einigkeit in der Wissenschaft ist selten - außer in totalitären Staaten. Zwar weiß man, dass staatliche Fördersysteme, Gruppendruck und Festhalten an gewohnten Forschungsparadigmen (zum Beispiel an jenem von der menschengemachten Erderwärmung) zu einem Gleichklang in der öffentlichen Diskussion führen können; aber abweichende Theorien und Analysen sind immer nötig - schon um Sackgassen zu vermeiden. Freilich werden Vertreter anderer Auffassungen im gegenständlichen Fall rasch und teils recht brutal als "Klimaleugner", "fossile Eliten", "Knechte der Ölindustrie" oder einfach als Anhänger einer "bösen" politischen Gruppierung diffamiert. Auch Behinderungen bei Publikationen, Ausschluss von Begutachtungsverfahren etc. soll es gegeben haben.
Eine alte und notwendige Frage
Dennoch stellt sich auch beim anthropogenen Modell des Klimawandels die alte und notwendige Frage, die schon der Naturforscher Georg Christoph Lichtenberg (1742 bis 1799) stellte: "Ist das wirklich die einzige Art, dieses zu erklären?" Erste Bemühungen, etwas über den Klimawandel, seine Ursachen und mögliche Folgen zu erfahren, bringen vermischte und verwirrende Befunde.  201 5 sei das wärmste Jahr gewesen, das es je gegeben habe, sagte der damalige US-Präsident Barack Obama. Und: "Die Debatte ist entschieden."
Natürlich sagen Menschen mit "Erdgeschichtsbewusstsein", ein Klimagleichgewicht habe nie geherrscht; das Klima konstant halten zu wollen, sei eine Illusion. Die heutige Erwärmung sei bedrohlich, so die einen. Sie mache rund 1 Grad Celsius über die vergangenen 100 Jahre aus, so die anderen. Außerdem habe es in diesem Zeitraum auch Unterbrechungen der Erwärmung gegeben (zwischen 1945 und 1975). Von einem meterhohen Anstieg des Meeresspiegels reden die Warner, von 2 Millimeter Zuwachs pro Jahr jene, die an alte und neue Messtechnik und weniger an Modellsimulationen glauben. Und dann gibt es noch jene Skeptiker, die eine Weltdurchschnittstemperatur für statistischen Unfug halten.
Ja, und dann ist da noch die Frage, was bisherige und künftige Temperaturveränderungen antreibt: das C02, das unter anderem als Treibhausgas wirkt? Der Mensch als C02rProduzent? Oder beeinflussen andere Veränderungen den Temperaturwechsel? Verursacht etwa gar die Erwärmung den steigenden C02Gehalt in der Atmosphäre, und der menschliche Anteil daran entpuppt sich als zu vernachlässigende Größe (wie das Geologen sehen)? Frei nach Johann Nestroy könnte man sagen: "Es scheint alles ganz klar. Das Problem ist nur, man kennt sich alle Augenblick net aus." Dennoch kristallisieren sich durch Fachlektüre ein paar Dinge heraus.
Zunächst: Die Debatte ist mitnichten entschieden. In Ländern wie Österreich hat sie allerdings noch kaum begonnen, und auch in Deutschland versucht man, sie zu verdrängen oder als Verschwörungstheorie zu stigmatisieren. Ja, den Klimawandel gibt es. Zur Zeit des Römischen Reichs und zwischen 950 und 1250 nach Christus war es sehr wahrscheinlich deutlich wärmer als heute, dafür gab es zwischen dem 15. und dem Anfang des 19. Jahrhunderts eine "kleine Eiszeit". Klimaforscher, die die Einmaligkeit der heutigen Entwicklung beweisen wollen, glätten derartige Veränderungen in den Daten. Auch relativ schnelle Temperaturanstiege sind kein Phänomen des 21. Jahrhunderts, sondern können an alten Eiskernen und Seeablagerungen nachgewiesen werden.
Erkenntnisse der Erdgeschichte bringen überhaupt mache Dinge in den Blick, die Forscher, die die Klimaentwicklung nur durch Computersimulationen analysieren, geflissentlich übersehen. Sie gehen beharrlich von einer ganz zentralen Rolle des C02 bei den Temperaturveränderungen aus: Bei einer Verdopplung des C02 in der Atmosphäre (0,04 Prozent) komme es zu einem berechenbaren Anstieg der oberflächennahen Temperatur (Klimasensitivität). Die Werte für diese variieren je nach Forschungsansatz außerordentlich stark; auch nimmt man implizit an, dem C02Anstieg folge der Temperaturanstieg. Das ist aber offensichtlich nicht zwangsläufig der Fall - zwischen 1940 und 1975 gab es trotz steigendem C02Gehalt der Atmosphäre einen Temperaturrückgang. Und noch peinlicher: Viele Modellrechnungen des IPCC zeigten eine klare Differenz zwischen beobachteten (gemessenen) und via Modell errechneten Temperaturen. Normalerweise verwirft man ein Modell, das die bekannte Realität nicht abbildet. Noch dazu, wo andere Analysen zu deutlich niedrigeren Treibhauseffekten für C0kommen.
Ursache und Folge
Vor allem sind es die Untersuchungen an sogenannten Eisbohrkernen, an denen die großen Aufeinanderfolgen von Temperaturanstieg und C02Konzentration abgelesen werden können; diese Eisbohrkerne - einer aus der Antarktis erschließt die vergangenen 420.000 Jahre - legen folgende Kausalität nahe: Die Temperaturveränderung ist eine Ursache, und die C02Konzentrationsveränderung ist unter anderem die Folge dieser Temperaturveränderung. Erwägen die IPCC-Forscher das alles nicht? Ist das möglich? Die Frage führt in die Labyrinthe der hoch dotierten Forschungspraxis, auf die auch führende Klimaforscher und ehemalige Mitarbeiter des IPCC immer wieder hinweisen: In den gängigen Modellen gehe es eben darum, den menschengemachten Klimawandel herauszuarbeiten. Dass bei den periodischen Temperaturveränderungen Folgen von Sonnenaktivitäten und kosmischer Strahlung (Wolkenbildung) eine Rolle spielen könnten, ist nicht Gegenstand der gängigen Forschung beziehungsweise Modellrechnungen.
Infolge der unsicheren Modellrechnungen ist es hoch an der Zeit (aber vielleicht zu spät), sich von der Fixierung auf eine Ursache namens "menschengemachte C02Emissionen" zu lösen. Es besteht durchaus die Gefahr, dass man das Pferd von hinten aufzäumt und vernünftigere Investitionen hintanstellt. Zumindest sollte man bescheidener in den Behauptungen sein: Wenn man die massiven Klimawechsel der Erdgeschichte nicht hinreichend erklären kann, wieso glaubt man dann, die Minimalverschiebungen der vergangenen 100 Jahre genau zu verstehen - und das trotz wiederholtem Scheitern der eigenen Prognosen?
Eine andere Sichtweise
Nein, die Debatte ist eben nicht zu Ende. In den Niederlanden finanziert das Ministerium für Infrastruktur eine Dialogplattform für Klimaforscher mit unterschiedlichen Standpunkten. Bedeutende Naturwissenschafter und Klimaforscher mit IPCC-Erfahrung stufen die Rolle und Wirkung von C02 deutlich anders ein als der Weltklimarat. Unerschrockene Altpolitiker wie Helmut Schmidt kritisierten seinerzeit (2011) Forschungspraktiken des IPCC und sprachen sogar von "Betrügereien". Es brauchte Jahre, bis die Techniken bei den Modellrechnungen teilweise offengelegt wurden (etwa bei "Data-Tuning", was man mit "Daten frisieren" übersetzen kann).
Was, wenn wieder ein alternatives Forschungsparadigma an Boden gewinnt: Dass die Sonnenaktivitäten, kosmische Strahlung und die damit verbundene Wolkenbildung die Treiber der Temperatur sind? Dass der tatsächliche menschliche Anteil am gesamten C02Kreislaufprozess eher irrelevant ist? Dass Erwärmung und C02Anreicherung auch Chancen bieten (die Erde wird dadurch grüner)? Was immer das C02 "tut" (oder nicht) - es zu bekämpfen, ist höchstwahrscheinlich verlorene Angstmüh. Dass es wärmer wird, ist realistisch, und sich darauf einzustellen, ist auch vernünftig. Es ist immer sinnvoll, sich um die Reinhaltung von Luft, Boden und Wasser zu kümmern, in Baum- und Pflanzenschutz zu investieren, in neue und boreale Wälder, in Energieeffizienz, in große Wasserreservoirs, ins "Grünen der Erde", in den Schutz vor Überflutungen, in sichere Bauformen, in die Verhinderung von Müll und vor allem in "Schools for Future"; in denen Naturwissenschaft und Mathematik und wissenschaftliche Grundsätze vermittelt werden.
Und am Rande sei noch auf die Tatsache verwiesen, dass auch die Eispolarkappen auf dem Mars derzeit schmelzen. Marsmännchen schuld?

Mittwoch, 20. November 2019

Trost bei Lichtenberg

  »Dinge zu bezweifeln, die gantz ohne weitere Untersuchung jetzt geglaubt werden, das ist die Hauptsache überall« 
»Warum glaube ich dieses? Ist es auch würklich so ausgemacht »
»Zweifle an allem wenigstens Einmal, und wäre es auch der Satz: zweimal 2 ist 4«
»Immer sich fragen: sollte hier nicht ein Betrug stattfinden? und welches ist der natürlichste, in den der Mensch unvermerkt verfallen, oder den er am leichtesten erfinden kann? «
 Lichtenberg in den »Vermischten Anmerckungen für Physic und Mathematic«

Heute sind Zweifel an der Mainstream-Kilma-Hysterie nicht erlaubt.



Mittwoch, 11. September 2019

Gerechte Sachen

  • Auch die allgemeine und gerechte Sache nimmt mich nur mit Maß und ohne Überschwang für sich ein. 
  • Ich bin diesen anspruchsvollen und zudringlichen Bindungen, die selbst das Innere in Beschlag nehmen, nicht unterworfen.
  • Ich würde der gerechten Sache bis an den Scheiterhaufen folgen, aber nicht bis hinein, wenn es sich vermeiden läßt. 
Montaigne

...zum gegenwärtigen Klima-Hype. Die zudringlichen Sachwalter sind es, die einen an der gerechten Sache zweifeln lassen.

Samstag, 14. Juli 2018

Meinungen

Die meisten denken mit Aristoteles: „Was vielen richtig scheint, das, sagen wir, ist“: ja, es giebt keine noch so absurde Meinung, die die Menschen nicht leicht zu der ihrigen machten, sobald man es dahin gebracht hat sie zu überreden, daß solche allgemein angenommen sei. Das Beispiel wirkt auf ihr Denken, wie auf ihr Thun. Sie sind Schaafe die dem Leithammel nachgehn, wohin er auch führt: es ist ihnen leichter zu sterben als zu denken. Es ist sehr seltsam daß die Allgemeinheit einer Meinung so viel Gewicht bei ihnen hat, da sie doch an sich selbst sehn können, wie ganz ohne Urtheil und bloß kraft des Beispiels man Meinungen annimmt....
Die Allgemeinheit einer Meinung ist, im Ernst geredet, kein Beweis, ja nicht einmal ein Wahrscheinlichkeitsgrund ihrer Richtigkeit. Die welche es behaupten, müssen annehmen 1) daß die Entfernung in der Zeit jener Allgemeinheit ihre Beweiskraft raubt: sonst müßten sie alle alten lrrthümer zurückrufen, die einmal allgemein für Wahrheiten galten: z.B. das Ptolemäische System, oder in allen protestantischen Ländern den Katholicismus herstellen: - 2) daß die Entfernung im Raum dasselbe leistet: sonst wird sie die Allgemeinheit der Meinung in den Bekennern des Buddhaismus, des Christenthums, und des Islams in Verlegenheit setzen.
Was man so die allgemeine Meinung nennt, ist, beim Lichte betrachtet, die Meinung Zweier oder Dreier Personen; und davon würden wir uns überzeugen, wenn wir der Entstehungsart so einer allgemeingültigen Meinung zusehn könnten. Wir würden dann finden, daß Zwei oder Drei Leute es sind, die solche zuerst annahmen oder aufstellten und behaupteten, und denen man so gütig war zuzutrauen, daß sie solche recht gründlich geprüft hätten: auf das Vorurtheil der hinlänglichen Fähigkeit dieser nahmen, zuerst einige Andre die Meinung ebenfalls an: diesen wiederum glaubten Viele andre, deren Trägheit ihnen anrieth, lieber gleich zu glauben, als erst mühsam zu prüfen. So wuchs von Tag zu Tag die Zahl solcher trägen und leichtgläubigen Anhänger: denn hatte die Meinung erst eine gute Anzahl Stimmen für sich; so schrieben die Folgenden dies dem zu, daß sie solche nur durch die Triftigkeit ihrer Gründe hätte erlangen können. Die noch Uebrigen waren jetzt genöthigt gelten zu lassen was allgemein galt, um nicht für unruhige Köpfe zu gelten, die sich gegen allgemeingültige Meinungen auflehnten, und naseweise Bursche, die klüger seyn wollten als alle Welt. Jetzt wurde die Beistimmung zur Pflicht.
Nunmehr müssen die Wenigen welche zu urtheilen fähig sind, schweigen: und die da reden dürfen, sind, solche, welche völlig unfähig eigne Meinungen und eignes Urtheil zu haben, das bloße Echo fremder Meinung sind: jedoch sind sie desto eifrigere und unduldsamere Vertheidiger derselben. Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht sowohl die andre Meinung zu der er sich bekennt, als die Vermessenheit selbst urtheilen zu wollen; was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewußt sind. - Kurzum Denken können sehr Wenige, aber Meinungen wollen Alle haben: was bleibt da anderes übrig als daß sie solche, statt sie sich selber zu machen, ganz fertig von Andern aufnehmen? 

Schopenhauer, Eristische Dialektik

https://kumpfus.blogspot.com/search?q=Regal

Donnerstag, 24. Mai 2018

Mikroklima

"Ratschläge zu erteilen ist leichter, als mit sich selbst zu Rate zu gehen und ins Reine zu kommen. Müßte sich nicht mancher oder manche in seiner oder ihrer näheren Umgebung für ein besseres Klima, ein Mikroklima, kümmern, bevor er oder sie an die Weltverbesserung schreitet?" 
Alois Brandstetter

Sonntag, 25. Juni 2017

Klimawandel V




Beim Thema Klimawandel  bzw. seine Ursachen und Folgen habe ich 2 Probleme:

  1. Warum kann man nicht ohne apokalyptische Szenarien für Umweltschutz eintreten?
  2. Warum wird man als Klima-Skeptiker immer gleich als "rechts" eingestuft?
Klimahysterie, Vernunft und Freiheit 
08. Mai 2017 17:27 1 Autor: Wolfram Schrems
Vor etwa fünf Jahren kam ich mit einem jungen Mann, der etwa in seinen frühen Zwanzigern stand, über Politik und Klima ins Gespräch. Er wurde schnell sehr emotional und meinte, daß wir eine Diktatur bräuchten, die die „Klimaschutz“ -Maßnahmen erzwingen könne. Ich versuchte, ihm klarzumachen, dass das eine sehr schlechte Idee ist.
Bei diesem Jüngling hatte die allgegenwärtige Klima-Kampagne offensichtlich ihr Ziel erreicht: Er war überredet worden, die politische Freiheit (bzw. deren Reste) gering zu achten, weil nur noch diktatorische Maßnahmen das Klima „retten“ könnten.
Dabei ist höchst ungeklärt, wie das operativ umgesetzt werden soll. Die Vernunft fragt nämlich, wie man aus Österreich oder aus Europa das Weltklima überhaupt beeinflussen können soll. Nur ein Gedankenexperiment: Wenn in Österreich oder in ganz Europa alle Industrieanlagen stillgelegt und jeglicher Autoverkehr verboten würde, würden dann z.B. die Chinesen gleichzeitig auf alle Emissionen verzichten? Oder die Vulkane?
Hat man darüber hinaus auf die Aktivitäten der Sonne im Zusammenhang mit Veränderungen des Klimas vergessen?
Die politische Freiheit (bzw. deren Reste) aufzugeben, um einen äußerst vagen „Klimaschutz“ zu erreichen, ist Wahnsinn. Wie man aber den Aussagen der pseudo-hohepriesterlichen „Experten“ in den Medien entnehmen kann, ist eine solche Geistesverwirrung bereits weit verbreitet. Wer weiß überdies, womit diesbezüglich die Kinder an den Schulen traktiert werden?
Freiheit gegen „Klimaschutz“: Wie kommt man auf diesen Irrsinn?
Der junge Mann wurde ja zum Opfer der Lügenmedien. Bei ihm hat „das Tier“ sein Ziel erreicht. Bei vielen anderen auch. Es braucht dann nur noch der sprichwörtliche „starke Mann“ daherzukommen, der das „Klima“ oder gleich die ganze Welt mit politischen Maßnahmen zu retten verspricht. Das kann aber nur eine Lüge sein. 
 
Vernunft und Physik Eine zweite Frage, welche die Vernunft sich stellt: Man geht bekanntlich von einem Abschmelzen der Pole und der Gletscher aus. Was die Eismassen an den Polen betrifft, muß man sich jedoch fragen: Gilt das Archimedische Prinzip nicht mehr?
Wasser nimmt bekanntlich im gefrorenen Zustand bei weitem mehr Raum als Wasser im flüssigen Zustand ein. Ein randvoll mit Wasser gefülltes Glas, in dem Eiswürfel schwimmen, geht daher auch beim Abschmelzen der Eiswürfel nicht über. Interessanterweise hört man davon in der Öffentlichkeit nie etwas.
Die Fragen stellen sich also: Kann das Abschmelzen von arktischem Polareis, wenn es denn überhaupt stattfindet, tatsächlich den Meeresspiegel erhöhen? Gibt es eine signifikante Erwärmung der Antarktis (die eisbedecktes Festland ist)? Wie man lesen kann, ist das allenfalls in sehr eingeschränktem Umfang der Fall. Und: Fällt das Abschmelzen der Gletscher quantitativ ins Gewicht, wenn es um ebendiesen Meeresspiegel geht?
Apropos Gletscher: Diese kommen und gehen. Der von der Pasterze freigegebene und im Juni 2015 geborgene Zirbenstamm zeigt, daß am Großglockner sich nicht immer ein Gletscher befand. Was soll daher so schlimm sein, wenn sich da und dort Gletscher zurückziehen? Man hört zwar oft, dass das Eis das Geröll zusammenhält und somit beim Rückgang der Gletscher erhöhte Steinschlaggefahr besteht. Das wird wohl so sein. Lawinenschutzmaßnahmen sind aber auch sonst üblich.
Andererseits kann man sich die Frage stellen, ob das Gletscherschifahren unter ökologischem Gesichtspunkt eine so gute Idee ist. 
Vernunft und Religion - Klimawandel als Ersatzreligion Wenn wir uns die Struktur der Klimapropaganda genauer ansehen, werden wir dort quasi- oder pseudoreligiöse Züge entdecken. Sie ist eine Art pervertiertes Glaubenssystem. Sie ist pseudo-dogmatisch, liefert also keine einsichtigen Gründe und legt vor allem weder ihre moralische Autorität noch ihre eigentlichen Beweggründe dar. Sie ist alarmistisch, verbohrt, unduldsam und aggressiv und baut eine eigene „Religionspolizei“ auf, eine neuartige, säkulare „Inquisition“. Sie gibt dreisterweise vor, das Klima „retten“ zu können, wenn man Autofahrer und Gewerbetreibende schikaniert.
Sie beantwortet allerdings die Frage nicht, was denn dann kommen würde, wenn das Klima „gerettet“ sein wird. Eisbären im Neusiedler See? Harmonie unter den Menschen? Das Paradies auf Erden?
Nein, die Vernunft erkennt hier eine Pseudo-Religion, eine frei erfundene und uneinsichtige Ideologie. Hinter ihr stecken Motive, die mit legitimem Umweltschutz nichts zu tun haben. Wissenschaftler, die sich mit guten Gründen dem Klima-Konsens verweigern oder zu differenzierten Analysen gelangen, kommen in den Hauptstrommedien nicht vor.
Die Kampagne soll ja nichts an ihrer suggestiven Kraft verlieren. Sie wird offenbar eingesetzt, um die Menschen an immer mehr Restriktionen zu gewöhnen, um sie dann besser kontrollieren zu können. 
 
Resümee: Zurechtrücken der Perspektive 
Weder die Menschheit als ganze noch erst recht einzelne Individuen haben das Klima der Erde in der Hand. Wenn jemand in seinem Leben Tausende Demonstrationen „gegen den Klimawandel“ organisiert und Hunderttausende Unterschriften im selben Anliegen gesammelt hätte, was hätte er damit operativ erreicht?
Welchen Nutzen hätte er selbst davon? Zählt das am Ende des Lebens?
Nein, niemand darf sich vom
unum necessarium, dem „einen Notwendigen“, ablenken lassen. Das Weltklima haben wir nicht in der Hand. Aber jeder hat es in der Hand, wie es in seinem Gewissen aussieht, wie das „Klima“ der Seele ist, ob er mit sich im Reinen ist. Das allein zählt. Wenn das alle so machen, wird auch der Umweltschutz an seinem legitimen Platz stehen können, ohne zur hysterischen Heilserwartung zu mutieren. Oder für sinistre Kampagnen missbraucht zu werden. 
MMag. Wolfram Schrems ist Theologe, Philosoph, Katechist. 



Siehe dazu auch meinen Post von vor 10 Jahren! 
http://kumpfuz.blogspot.co.at/2007/04/klimawandel.html#links
und ein paar andere in den Zwischenjahren.....(Suchbegriff "Klimawandel")

Montag, 17. November 2014

Welt Untergang

"Daß die Welt im Argen liege: ist eine Klage, die so alt ist, als die Geschichte, selbst als die noch ältere Dichtkunst, ja gleich alt mit der ältesten unter allen Dichtungen..... Alle lassen gleichwohl die Welt vom Guten anfangen: vom goldenen Zeitalter, vom Leben im Paradiese, oder von einem noch glücklichern, in Gemeinschaft mit himmlischen Wesen. Aber dieses Glück lassen sie bald wie einen Traum verschwinden; und nun den Verfall ins Böse (das Moralische, mit welchem das Physische immer zu gleichen Paaren ging) zum Ärgern mit akzeleriertem Falle eilen: so daß wir jetzt (dieses Jetzt aber ist so alt, als die Geschichte) in der letzten Zeit leben, der jüngste Tag und der Welt Untergang vor der Tür ist..."

Immanuel Kant

Dienstag, 4. November 2014

Klima-Post

Anläßlich der jüngsten alarmistischen Meldungen der UNO zur Entwicklung des Weltklimas und der apokalyptischen Folgen habe ich als bekennender KlimAgnostiker versuchsweise in 3 Foren (STANDARD, Presse, SPIEGEL) folgenden Post abgesetzt:

"Phantastisch: Endlich gibt es verläßliche Wetterprognosen für mehr als 5 Tage".

Eigentlich dachte ich, dass man Ironie darin erkennen müsste, aber aus den 2 österreichischen Foren erhielt ich Antworten, aus denen hervorgeht, dass diese nicht als solche erkannt wurde.

Wie kann man aber auch mit so einem ernsten Thema seine Scherze treiben! Blasphemie!

Samstag, 1. März 2014

Systeme

"Von der verwirrenden Vielfältigkeit der Einzelerscheinungen retten wir uns zu der trügerischen Gesetzmäßigkeit naturwissenschaftlicher Systeme".

A. Schnitzler

Montag, 27. Mai 2013

ÖVP und Grüne

Wie ich lese, hat Al Gore  ein ziemlich großes Millionen-Vermögen mit „grünen“ Themen gemacht: Umweltschutz, Klimawandel, Planetenrettung etc. Jetzt erschließt sich mir auch der tiefere Sinn der neuerdings so vielberühmten Lovestories zwischen ÖVP und Grünen. Da wächst zusammen, was zusammengehört. 
Ordentliche Gewinne lassen sich heutzutage eh fast nur mehr mit Umweltprojekten machen.

Donnerstag, 28. März 2013

Zur Weltlage


Ich wurde von einem Freund in Bezug auf die gegenwärtige "Weltlage" gefragt, ob ich noch Licht am Horizont sehen könnte. Ich antwortete:

 Ja, manchmal, aber das wechselt, wie das bei uns im gemäßigten Klima üblich ist. Ich will aber damit eigentlich sagen, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür gibt, dass hinter den drohenden Unwetter wieder Schönwetter oder zumindest „Normalwetter“ kommt. - Dieser Gedanke klingt so banal, aber er hilft mir auch bei meinen ganz persönlichen Tiefs; auch im Wellental weiss ich (oder versuche es mir zu sagen), dass es eben nur ein WellenTAL  ist. Immer, wenn es mir gut geht und ich die Dinge der Welt in schönem Licht sehe, sage ich mir: Jetzt bist Du auf dem WellenKAMM, mach Dir einen Notizzettel, dass es so auch ausschauen kann und hole ihn später wieder hervor, wenn'st wieder unten bist. Weder das eine noch das andere ist eben die ganze Wirklichkeit. Dabei hilft mir, dass ich mich schon von früher Jugend an immer selbst beobachtet habe, aus dem Bewußtsein heraus, dass ich von Familienseite her „nervlich“ etwas gefährdet bin. „Alles kommt auf die Beleuchtung an“ sagt mein Leib- und Magendichter Fontane. 

Jedoch auch global gesehen bin ich der Meinung, dass die Welt als solche und „als a Ganze“ noch lange nicht untergeht, ganz gleich, welche drohenden Wolken am Horizont stehen. Vielleicht noch nicht in Bayern, aber schon im Rheinland scheint schon wieder die Sonne. Und von der modischen Planetenretterei halte ich sowieso gar nichts. Zu den vielen apokalyptischen Klimawandel-Meldungen sage ich nicht: „S’is alles net wahr“, sondern: S’is net alles wahr.  Zu dieser Sicht hat mir verholfen, dass ich in den letzten Jahren mich immer mehr mit geschichtlicher Literatur beschäftigt habe. Leider habe ich ein sehr schlechtes Gedächtnis  für Zahlen, Daten, Fakten, aber das Beobachten und Vergleichen der ewigen Auf- und Ab-Bewegungen über die Jahrhunderte und über Länder/Kontinente hinweg hilft mir, über meinen sehr begrenzten Tellerrand zu schauen und die Wellen nicht mit dem Seegang zu verwechseln.

Ferner:  Wenn ich mir die Schicksale meiner Eltern- und Großelterngeneration vergegenwärtige, wird mir klar, in welch „begnadete“ Zeit wir hineingeboren wurden. Natürlich  wird das nicht in alle Ewigkeit so bleiben können, aber der Atem der Geschichte ist lang und die Amplituden von Gut und  (leider auch) Böse sehr breit.  Klarerweise hoffen wir, dass es zu unseren Lebzeiten noch gut bleibt. Mir persönlich geht speziell die (all)gegenwärtige EU(RO)-Suderei gewaltig auf den Geist. Ich finde Europa nach wie vor ein großartiges Projekt und halte die vielen großen Probleme für unvermeidlich und ganz normal; wie es eben beim Bohren ganz harter Bretter zugeht. Ein Blick zurück auf die „Blut-und-Eisen-Politik“ des 20. und 19. Jahrhunderts rückt das alles zurecht. „Lernen’s Geschichte, Hr. Redakteur“ hat Altvater Kreisky gesagt und dafür könnte ich ihn noch heute abbusseln.

Samstag, 28. April 2012

Klimawandel-Religion


Die meisten Veröffentlichungen  zum Thema "Klimawandel" gleichen religiösen Traktaten, insbesondere deswegen, weil sie zwischen Leugnern und Skeptikern keinen Unterschied machen: Deren Argumente werden meist nur zum Zwecke der Widerlegung präsentiert - und mit leiser Verachtung.
Wer heute den Klimawandel an sich leugnet, muss mit Blindheit geschlagen sein, aber betreffs der Ursachen, der Wirkungen und besonders der notwendigen Gegen-Maßnahmen kann man schon verschiedener Meinung sein. Der Leugner sagt: „Es ist alles nicht wahr!“, der Skeptiker hingegen: „Es ist nicht alles wahr!“.
Ähnlich wie im religiösen Bereich wird eine richtige Theologie entwickelt und dann zur Durchsetzung von Zielen verwendet; anders als dort ist aber nicht ganz klar, welches diese Ziele sind und vor allem nicht, wessen Interessen sie dienen. Man soll mithelfen, den Planeten zu retten, muss aber vorher viel konkreteren Zwecken gehorchen. Angesichts der luxuriösen Form mancher dieser Druckwerke kann ich oft die Frage nicht ganz unterdrücken, wer diese wohl finanziert hat.

Montag, 19. April 2010

Flugverbote...

Flugverbote wie auch Klima-Zukunfts-Horror-Szenarien basieren beide auf Rechenmodellen. Der Trick dabei ist, daß niemals der Wahrscheinlichkeitsgrad angegeben wird, mit dem ein Ereignis eintritt. Kaum ein Prognose-Modell liefert aber einen Wahrscheinlichkeitsgrad von Null Prozent , somit besteht natürlich immer die Möglichkeit des Eintreffens, was als Rechtfertigung für Zwangsmaßnahmen aller Art dient; jeder Kritiker kann mundtot gemacht werden, wenn es um Sicherheit und Gesundheit geht. Wir erleben jetzt einen Vorgeschmack dessen, wie uns Behörden und Institutionen in Zukunft durch den Reifen springen lassen werden.

Der Öko-Boden wird ja seit Jahren vorgeackert und geeggt, die grüne Saat ist ausgebracht - nun beginnt sie aufzugehen und wird den Mächtigen reiche Ernte bringen.
Die Ökologie wird vor den Karren der Ökonomie gespannt - siehe die angekündigte "Öko"-Steuer unseres Finanzministers...

Mittwoch, 10. März 2010

Klimawandel (Montaigne)

Es ist sehr leicht, auf Postulaten Gedankengebäude jedweder Art zu errichten, denn kraft einer solchen die Regeln festlegenden Vorgabe lassen sich die übrigen Teile widerspruchsfrei zusammenfügen. Auf diese Weise finden wir unser Denken wohlbegründet und argumentieren stets treffend, nehmen unsere Lehrmeister in unserm Glauben doch von vornherein all den Raum in Anspruch und Besitz, den sie brauchen, um uns hernach welche Schlüsse auch immer plausibel zu machen - nicht anders, als es die Mathematiker mit ihren Axiomen tun. Unser Zustimmen und Gutheißen gibt ihnen freie Hand, uns bald links, bald rechtshin zu ziehen, bis wir nach ihrer Pfeife Pirouetten drehn. Wer immer unsren Glauben an seine Postulate zu gewinnen weiß, ist unser Herr und Gott.

Jenen, die mit Postulaten in den Kampf ziehen, muß man deren jeweilige Umkehrung ins Gesicht postulieren - hat doch jedes von Menschen verlautbarte Postulat soviel Gültigkeit wie irgendein andres, solang der Verstand keinen Unterschied zwischen ihnen feststellt. Deshalb muß man sie samt und sonders auf die Waage legen, vornehmlich die allgemeinen und solche, die uns tyrannisiern.

Sich sicher zu wähnen ist ein sichres Zeichen äußerster Unsicherheit
- und Torheit dazu;

Montaigne II/12 (Übersetzung H. Stilett)

Sonntag, 3. Januar 2010

Globale Furcht als Religionsersatz

Leserbrief an die SN zum Artikel "Globale Furcht als Religionsersatz "(31.12.09)
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In meiner Jugend, also in den 50-er Jahren, war die Furcht vor dem Untergang des Planeten durch die Atombombe durchaus noch rational begründbar, aber auch schon damals erklärte man Wetterkapriolen (also unerklärliche „Himmelserscheinungen“) gerne mit der „Bombe“.
Und wer in einem religiösen, klerikalen Umfeld groß geworden ist, dem ist auch nicht neu, daß man riesige Gedankengebäude und (in sich durchaus stringente) wissenschaftliche Theorien auf nicht bewiesenen und nicht beweisbaren Grundannahmen („Axiomen“) aufbaut und daß jeglicher Skepsis mit – im besten Fall - Unverständnis begegnet wird.
Der seriöse Skeptiker sagt ja nicht: „S‘ is alles net wahr“ sondern „s‘ is net alles wahr“. Modellrechnungen für die Zukunft können aber niemals Wahrheit wiedergeben, sondern immer nur Wahrscheinlichkeit und sie müssen diese, wenn sie seriös sind, mit einem Wahrscheinlichkeitsgrad versehen. Dieser wird aber immer unterdrückt, wohl weil dadurch der erhoffte Wirkungsgrad sowohl der Untergangsdrohung wie auch der darauf aufgebauten Heilslehre leiden würde.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Klimawandel 3

Ich bin kein Klimaleugner, sondern ein Klimalästerer.

Ich sage nicht:

"s' is alles net wahr"

sondern

"s' is net alles wahr".

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"Nicht alles" meint hier sowohl, daß einige Behauptungen schlicht und einfach nicht wahr sind als auch - und das meistens -, daß ihre Wahrheit nur in Wahrscheinlichkeit besteht.