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Samstag, 28. Januar 2023

Alles kann wahr sein

PRINZ: Was denn? Daran glauben? Das kann man immer! Alles kann man!

HAUSHOFMEISTER: Doch daran nicht, weil wír ja wissen, es ist nicht wahr! 

PRINZ: Aber nichts ist wahr, und alles kann wahr sein,
und dann nicht mehr, und dann wieder,
und dann auf immer oder nie mehr.
Die Wahrheit, die kennt Gott allein....
Der Menschen Wahrheit ist immer
daran geknüpft, daß man 
an die glaubt, die man empfindet. 
Heute so
und morgen anders, 
Glaubt mir, glaubt mir, diese 
wird euch víel besser passen
als die meine.
Ich kenne sie jetzt,
meine Wahrheit.
Man braucht nur zu glauben für einen Moment.

Luigi Pirandello

Samstag, 26. November 2022

Ultimativ

 

Weder leugnen noch glauben. 


Lichtenberg

Samstag, 2. Oktober 2021

Glaube light

Ursprünglich eignen Sinn
Laß dir nicht rauben!
Woran die Menge glaubt,
Ist leicht zu glauben

Goethe

 ۝

Leserbrief von mir in der Wiener Zeitung zu K. P. Liessmann (Sept.21)

"In Zeiten, in denen es als anrüchig gilt, Kind und Badewasser vor dem Ausschütten zu trennen, tut es gut, einen ausgewogenen Artikel zu lesen, der  gesicherte Tatsachen und Vermutungswucherungen auseinander hält. Während Klimaaktivisten und ihre immer zahlreicher werdenden "follower" alles glauben, was nur immer in der Form einer Studie auf den Markt kommt, sagen die Leugner, daß "das ALLES NICHT WAHR" sei. 

Angebracht wäre aber Skepsis im Sinne von "das ist NICHT ALLES WAHR" Diese Differenzierung erfordert jedoch eine tägliche geistige Anstrengung und man kann ja von Publizisten und Politikern nicht verlangen, daß sie Philosophen sind. Im übrigen warten ich und die gesamte Medienwelt auf den ultimativen wissenschaftlichen Beweis, daß auch Vulkanausbrüche und Erdbeben von Menschen gemacht sind."

 


Freitag, 20. August 2021

So entstehen allgemeine Meinungen

 Schopenhauer: Eristische Dialektik 

oder: Die Kunst, Recht zu behalten.

Kunstgriff 30

Das argumentum ad verecundiam [an die Ehr­furcht gerichtetes Argument]. Statt der Gründe brauche man Autoritäten nach Maßgabe der Kenntnisse des Gegners.

Unusquisque mavult credere quamjudicare [jeder will lieber glauben als urteilen]: sagt Seneca [De vita beata, Ι, 4]; man hat also leichtes Spiel, wenn man eine Autorität für sich hat, die der Gegner respektiert. Es wird aber für ihn desto mehr gültige Autorit­äten geben, je beschränkter seine Kenntnisse und Fähigkeiten sind. Sind etwa diese vom ersten Rang, so wird es höchst wenige und fast gar keine Autoritäten für ihn geben. Allenfalls wird er die der Leute vom Fach in einer ihm wenig oder gar nicht bekannten Wissenschaft, Kunst, oder Hand­werk gelten lassen: und auch diese mit Mißtrauen. Hingegen haben die gewöhnlichen Leute tiefen Respekt fü die Leute vom Fach jeder Art. …. Allein für das Vulgus [Volk] gibt es gar viele Autoritäten die Respekt finden: hat man daher keine ganz passende, so nehme man eine scheinbar passende, führe an, was Einer in einem andern Sinn, oder in andern Verhältnissen gesagt hat. ….. Auch sind allgemeine Vorurteile als Autoritäten zu gebrauchen. Denn die meisten denken mit Aristoteles ά μεν πολλοις öοκει ταυτα γε εινειφαμεν [was vielen richtig scheint, das, sagen wir, ist]: ja, es gibt keine noch so absurde Meinung, die die Menschen nicht leicht zu der ihrigen machten, sobald man es dahin gebracht hat, sie zu überreden, daß solche allgemein angenommen sei. Das Beispiel wirkt auf ihr Denken, wie auf ihr Tun. Sie sind Schafe, die dem Leithammel nachgehn, wohin er auch führt…. Es ist sehr seltsam, daß die Allgemeinheit einer Meinung so viel Gewicht bei ihnen hat, da sie doch an sich selbst sehn können, wie ganz ohne Urteil und bloß kraft des Beispiels man Meinungen annimmt. Aber das sehn sie nicht, weil alle Selbst­kenntnis ihnen abgeht. - Nur die Auserlesenen sagen mit Plato τοις πολλοις πολλα öοκει [Die Vielen haben viele Meinungen] …..

Die Allgemeinheit einer Meinung ist, im Ernst geredet, kein Beweis, ja nicht einmal ein Wahr­scheinlichkeitsgrund ihrer Richtigkeit. Die, welche es behaupten, müssen annehmen, daß die zeitliche Entfernung jener Allgemeinheit ihre Beweiskraft raubt: sonst müßten sie alle alten Irrtümer zurückrufen, die einmal allgemein für Wahrheiten galten….

Was man so die allgemeine Meinung nennt, ist, beim Lichte betrachtet, die Meinung Zweier oder Dreier Personen;* und davon würden wir uns überzeugen, wenn wir der Entstehungsart so einer allgemeingültigen Meinung zusehn könnten. Wir würden dann finden, daß zwei oder drei Leute* es sind, die solche zuerst annahmen oder aufstellten und behaupteten, und denen man so gütig war, zuzutrauen, daß sie solche recht gründlich geprüft hatten: auf das Vorurteil der hinlänglichen Fähigkeit dieser nahmen zuerst einige Andre die Meinung ebenfalls an; diesen wiederum glaubten viele andre, deren Trägheit ihnen anriet, lieber gleich zu glauben, als erst mühsam zu prüfen. So wuchs νon Tag zu Tag die Zahl solcher trägen und leichtglaubigen Anhänger: denn hatte die Meinung erst eine gute Anzahl Stimmen für sich, so schrieben die Folgenden dies dem zu, daß sie solche nur durch die Triftigkeit ihrer Gründe hatte erlangen können. Die noch ϋbrigen waren jetzt genötigt, gelten zu lassen, was allgemein galt, um nicht für unruhige Köpfe zu gelten, die sich gegen allgemeingültige Meinungen auflehnten, und naseweise Bursche, die klüger sein wollten als alle Welt.  Jetzt wurde die Beistimmung zur Pflicht. Nunmehr müssen die Wenigen, welche zu urteilen fähig sind, schweigen: und die da reden düfen, sind solche, welche völlig unfähig sind,  eigne Meinungen und eignes Urteil zu haben, das bloße Echo fremder Meinung sind; jedoch sind sie desto eifrigere und unduldsamere Verteidiger derselben. Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht sowohl die andre Meinung, zu der er sich bekennt, als die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen; was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewußt sind. - Kurzum, Denken können sehr Wenige, aber Meinungen wollen Alle haben: was bleibt da anderes iibrig, als daß sie solche, statt sie sich selber zu machen, ganz fertig νοn Andern aufnehmen? - Da es so zugeht, was gilt noch die Stimme νοn hundert Millionen Menschen? - So viel wie etwa ein histo­risches Faktum, das man in hundert Geschichts­schreibern findet, dann aber nachweist, daß sie alle einer den andern ausgeschrieben haben, wodurch zuletzt alles auf die Aussage eines Einzigen zuriicklauft.

«Dico ego, tu dicis, sed denique dίxit et ille : Dictaque post toties, nil nisi dicta vides.»

[Ich sag' es, du sagst es, doch schließlich sagt es auch jener; Hat man so oft es gesagt, bleibt nur noch Gesagtes übrig.]



__

Q.E.D.

oder: Besser geht's nicht!

 * Auf die heutige Zeit aktualisiert sollte man hier wohl „Organisationen“  oder „Interessengruppen“ einsetzen.

 

Sonntag, 10. Februar 2019

Wissen&Glauben

"Wenn ich nicht weiß, daß ich nicht weiß, glaube ich zu wissen.
Wenn ich nicht weiß, daß ich weiß, glaube ich nicht zu wissen."
Ronald Laing, 1971

"Die einen glauben, daß sie glauben, die anderen glauben, daß sie nicht glauben."

St. J. Lec 


Samstag, 12. Januar 2019

Glaube, Werte, Mächte

Glaube ist auch Glaube an die Wissenschaften, an die Medizin, an die Karriere, die beruflichen Ordnungen, die Richter, die Polizei, die Versicherungen. Das Leben des heutigen Menschen ist eine permanente Bekundung laizistischen Glaubens an manchmal viel absurdere und lächerlichere Dinge als jene, die sich von vornherein als im Mysterium begründet erklären.
Trotzdem fällt es mir im Prinzip schwer zu akzeptieren, daß eine Lehre und ein Gebotskatalog, die auf einem transzendentalen Mysterium beruhen, eine bessere Anleitung zu moralischem Handeln sein sollen. Als guter christlicher Aufklärer entdecke ich hinter den Werten die Mächte. Ich habe nichts gegen Mysterien. Aber ich fürchte die Offenbarungen. Ich fürchte das plötzliche Auftauchen und Sichanbieten eines Bedürfnisses, einer Entdeckung, einer neuen Seite der Gesellschaft, der Wissenschaft, der Kunst oder der Kultur und das ebenso schroffe Auftreten der Repression, der aggressiven Zensur abweichender Verhaltensweisen oder solcher, die einer eigenständigen Norm gehorchen, einer, die sich in ihrer Evidenz und Autonomie als wahr und rein erweist.

Claudio Martelli, italienischer Politiker (PS)

Donnerstag, 17. August 2017

Vodoo

"Ich kann unmöglich alles wissen, was geschieht bzw. was hinter den Dingen steckt. Ich gehe davon aus, dass mir sehr viel verschlossen ist.
Ich glaube z.B. selbst nicht an die Wandlung der katholischen Hostie, bin mir aber sicher, dass bei dieser Sache in der Messe etwas passiert, was jenseits meines eigenen Erfahrungsbereiches liegt, weil ich keinen Zugang dazu habe, persönlich. Darum würde ich auch niemals in profaner oder abfälliger Weise von der Hostie reden (Keks, Löschpapier), sondern den korrekten Ausdruck verwenden, den Katholiken selbst verwenden. Alles andere käme mir einer Entheiligung gleich. Sowas habe ich auch nicht nötig, so herablassend zu sein.
Ich würde mich nie mit einem Vodoo-Schamanen anlegen, und ich weiß, dass Leute gestorben sind, weil sie von einem südamerikanischen Indio-Medizinmann verwünscht wurden.
Wenn ein Christ mir sagt, er glaube, dass Jesus übers Wasser gehen konnte, habe ich kein Problem damit, das als Wunder zu sehen. Warum sollte das nicht so sein? Wer bin ich, dass ich glaube, alles zu wissen und darüber endgültige Urteile abzugeben?
Eine Welt ohne Wunder und spirituelle Geschehnisse ist für mich eine kalte und lieblose Welt, in der ich nicht leben möchte. Sorry.
Und ich tue m. E. gut daran, anderen zuhören, wenn sie von Wundern und von ihren Religionen erzählen und ihren Kulturen erzählen und sie für ernst zu nehmen. Auch wenn ich sie nicht selbst erleben kann oder sie nachvollziehen oder sie in meine eigene Spiritualität übertragen kann.
Ich kann auch nicht die wundersamen Traumstraßen der australischen Aborigines abgehen, weil ich dazu keinen Zugang habe, aber ich gehe davon aus, dass sie trotzdem existieren, und ich bin froh über sie, und bin unendlich froh, dass sie sie nicht nicht unter dem Druck der westlichen Welt aufgegeben haben nachzugehen. Unsere Welt wäre sonst um eine Dimension ärmer geworden.
Ich meine, man muss nicht überall mitmischen, um was zu kapieren oder Dinge für ernst zu nehmen. Mir langt es, wenn andere Menschen Dinge ernst nehmen und dies mir vermitteln können."
8. März 2007 von "Long John Silver" (alias aus einem deutschen Blog)

Vom "Vibrato" abgesehen ungefähr auch meine Position.

Dienstag, 15. August 2017

Verstand

In einem Streitgespräch über religiöse Fragen lehnt einer der Teilnehmer die Existenz alles Übernatürlichen radikal ab.
 
«Sie glauben also an gar nichts?» fragt ihn ein Geistlicher.
«Ich glaube nur an das, was ich mit meinem Verstand begreifen kann.» 
Der Geistliche zuckt mit den Achseln und sagt: «Nun ja, das kommt letzten Endes aufs gleiche
heraus.»

*
«Solange ich Gott nicht sehen kann, leugne ich seine Existenz», sagte ein Atheist zu einem Pfarrer.
«Wenn das Ihr einziges Argument ist », antwortete der, «dann leugne ich aus dem gleichen Grund Ihren Verstand.»
*
Stoßgebet eines Skeptikers: «Gott, wenn es dich gibt, rette meine Seele, wenn ich eine hab’! »
*
Ein notorischer Zweifler betritt mit einem Freund eine wegen ihrer Kunstwerke berühmte Kirche und beugt beim Eintritt das Knie.
«Ich denke, du glaubst nicht an Gott? » sagt der Freund.
«Natürlich nicht », sagt der andere. «Aber weiß ich denn, ob ich recht habe? »

Samstag, 4. Februar 2017

Moral, Glaube, Zweifel

Moral ist nicht schon die Erkenntnis des Notwendigen.
Moral ist das Verwirklichen dieser Erkenntnis.

Das Schlimmste, glaube ich, ist, glauben zu
wollen, was es nun sei, was man glauben will, sei es das
Christentum oder irgendeine Ideologie. Denn wer glau-
ben will, muß seine Zweifel unterdrücken, und wer seine
Zweifel unterdrückt, muß sich belügen. Und nur wer seine
Zweifel nicht unterdrückt, ist imstande, sich selbst zu bezweifeln,
ohne zu verzweifeln, denn wer glauben will, verzweifelt,
wenn er plötzlich nicht glauben kann. 

Aber wer sich bezweifelt, ohne zu verzweifeln, 
ist vielleicht auf dem Wege zum Glauben. 

Ohne ihn vielleicht je zu erreichen. Was für ein Glaube es jedoch ist,
dem so einer entgegengeht, ist seine Sache. Es ist sein Geheimnis, das er
mit sich nimmt, denn jedes Glaubensbekenntnis ist unbeweisbar,
und was nicht bewiesen werden kann, soll man für sich behalten.

F. Dürrenmatt

Montag, 17. Oktober 2016

Religion und Glaube

 "...diese unsere Auffassung von Religion hat nur noch
herzlich wenig zu tun mit konfessioneller Engstirnigkeit und de-
ren Folge, religiöser Kurzsichtigkeit, die in Gott anscheinend ein
Wesen sieht, das im Grunde nur auf eines aus ist, und das ist:
daß eine möglichst große Zahl von Leuten an ihn glaubt, und
überdies noch genau so, wie eine ganz bestimmte Konfession es
vorschreibt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß Gott so
kleinlich ist. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, daß es sinn-
voll ist, wenn eine Kirche von mir verlangt, daß ich glaube. Ich
kann doch nicht glauben wollen - ebensowenig wie ich lieben
wollen, also zur Liebe mich zwingen kann, und ebensowenig,
wie ich mich zur Hoffnung zwingen kann, nämlich gegen besse-
res Wissen. Es gibt nun einmal Dinge, die sich nicht wollen las-
sen - und die sich daher auch nicht auf Verlangen, auf Befehl
herstellen lassen. Um ein einfaches Beispiel beizubringen: ich
kann nicht auf Befehl lachen. Wenn jemand will, daß ich lache,
dann muß er sich schon bemühen und mir einen Witz erzählen.
Und analog verhält es sich auch mit der Liebe und dem Glau-
ben; sie lassen sich nicht manipulieren. Als intentionale Phäno-
mene, die sie sind, stellen sie sich vielmehr erst dann ein, wenn
ein adäquater Inhalt und Gegenstand aufleuchtet.
Eines Tages wurde ich von einer Reporterin des amerikani-
schen Time-Magazins interviewt, und die Frage war, ob der
Trend von der Religion wegführt. Ich sagte, der Trend führe
nicht von der Religion weg, sehr wohl aber von jenen Konfessio-
nen, die anscheinend nichts anderes zu tun haben, als gegenein-
ander zu kämpfen und sich gegenseitig die Gläubigen abspenstig
zu machen. Nun fragte mich die Reporterin, ob dies heißt, daß
es früher oder später zu einer uníversalen Religion kommen
wird, was ich aber verneinte: im Gegenteil, sagte ich, wir gehen
nicht auf eine universale, vielmehr auf eine personale - eine zu-
tiefst personalisierte Religiosität zu, eine Religiosität, aus der
heraus jeder zu seiner persönlichen, seiner eigenen, seiner ur-
eigensten Sprache finden wird, wenn er sich an Gott wendet.
Dies bedeutet selbstverständlich noch lange nicht, daß es keine
gemeinsamen Rituale und Symbole geben wird. Gibt es doch
auch eine Vielzahl von Sprachen - und doch: gibt es nicht für
viele unter ihnen ein gemeinsames Alphabet?
So oder so, in ihrer Verschiedenheit gleichen die verschiedenen
Religionen den verschiedenen Sprachen: niemand kann sagen,
daß seine Sprache den anderen überlegen ist - in jeder Sprache
kann der Mensch an die Wahrheit herankommen - an die eine
Wahrheit -, und in jeder Sprache kann er irren, ja lügen. Und
so kann er denn auch durch das Medium jeder Religion hindurch
zu Gott finden - zu dem einen Gott.
Es fragt sich nur, ob sich überhaupt von Gott und nicht viel-
mehr nur zu ihm sprechen läßt. Den Satz von Ludwig Wittgen-
stein: „whereof one cannot speak, thereof one must be silent“ --- wovon man nicht sprechen kann, davon muß man schweigen -- können wir ja nicht nur aus dem Englischen ins Deutsche, sondern auch aus dem Agnostischen ins Theistische übersetzen - von dem man nicht sprechen kann, zu dem muß man beten.
Heute wenden sich Patienten an den Psychiater, weil sie am
Sinn ihres Lebens zweifeln oder gar daran verzweifeln, einen Le-
benssinn überhaupt zu finden. Eigentlich brauchte sich aber
heute niemand über Mangel an Lebenssinn zu beklagen; denn
er braucht nur seinen Horizont zu erweitern, um zu bemerken,
daß zwar wir uns des Wohlstands erfreuen, andere aber im Not-
stand leben; wir erfreuen uns der Freiheit; wo aber bleibt die
Verantwortlichkeit für die anderen? Vor Jahrtausenden hat sich
die Menschheit zum Glauben an den einen Gott durchgerungen:
zum Monotheismus - wo aber bleibt das Wissen um die eine
Menschheit, ein Wissen, das ich Monanthropismus nennen
möchte? "

P. Watzlawik

Samstag, 25. Juli 2015

Glaube

 "Bei den meisten Menschen gründet sich der Unglaube in einer Sache auf den blinden Glauben in einer andern."

G.C. Lichtenberg

Mittwoch, 25. Februar 2015

Atheisten



Viele Atheisten sind "nur" Gegner jeglicher Religion; lediglich jene, die jeglicher Übernatur ein entschiedenes Nein entgegensetzen, sind als "Hardcore-Atheisten" zu bezeichnen. Aber auch sie können es nicht genau wissen.

Siehe auch: http://kumpfus.blogspot.co.at/2008/01/hheres.html