Posts mit dem Label Linke werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Linke werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 2. Mai 2025

Die Linken

 Bettina Steiner über den Roman „See der Schöpfung“ von Rachel Kushner.

 Die Linken kommen in diesem Roman nicht gut weg, und jeder, der linke Bewegungen beobachtet hat, erkennt so manches wieder: die narzisstischen Führerfiguren. Die Doppelmoral. Die angeblich egalitäre Organisation, die dazu führt, dass sich erst recht Hierarchien ausbilden, nur liegen sie nicht offen und sind daher umso zerstörerischer. Die vielen „rich kids", die sich in besonders radikalen linken Zirkeln finden. Auch die Verbohrtheit und die Neigung, sich völlig in Thesen zu verlieren. Man baut sich aus Thesen seine eigene Echokammer und findet schwer wieder hinaus.

 

Sonntag, 1. Dezember 2024

SPx

 Werner Finck beschrieb einmal die Problemlage eines Vorsitzenden der SPD der 90ziger Jahre : "Wie werde ich die Arbeiter los?". 

Heute müsste es wohl heissen - und auch in der SPÖ: "Wie werde ich die liberalen Linksintellektuellen los?".

Freitag, 29. November 2024

Der Nörgler

 Der Optimist: Aber es gibt doch wenigstens ein Ideal. Ist es da mit dem Übel nicht vorbei? 

Der Nörgler: Das Übel gedeiht hinter dem Ideal am besten.


Karl Kraus

Sonntag, 27. Oktober 2024

Weltverbesserer

 Montaigne:

Jene, die .....  versucht haben, die Sitten der Welt durch neue Lehren zu reinigen, bessern den äußeren Schein der Laster; die des inneren Wesens lassen sie unbehelligt, wenn sie ihnen nicht gar Vorschub leisten; und dieser Vorschub ist sehr zu befürchten: unter dem Vorwand dieser äußeren und willkürlichen Weltverbesserung, die weniger kostet und größere Ehre einbringt, entschlägt man sich gern jeder anderen Rechtschaffenheit und läßt dergestalt wohlfeil  den andern innerlichen und eingefleischten Untugenden die Zügel schießen.


Mittwoch, 2. Oktober 2024

Dominanz-Arroganz-Penetranz ----> Larmoyanz

 Nach der für sie katastrophalen Wahl 2024 lecken sich die linksliberalen Gut-Promis im STANDARD und ähnlichen Journalen die Wunden....

Ich habe mir in den letzten Tagen die Reaktionen der vorwiegend linkdrehenden Redaktionen auf das Wahlergebnis zu Gemüte geführt. Es herrscht Apokalypse-Stimmung, Bestürzung und Ratlosigkeit: Warum honoriert der gemeine Wähler nicht besten Absichten von uns Guten und Gescheiten? Warum vertrauen sie nicht auf unsere hochmoralischen Meinungen und Rezepte?  - 

Außer in ganz schüchternen Ansätzen gab es nirgendwo Selbstkritik nach dem Motto: Was machen wir falsch? Sollten wir nicht unsere Positionen überdenken oder überprüfen? Natürlich ist das für sie außerhalb jeder Denkmöglichkeit - und das ist auch gut so, denn eine Demontage des Selbstbildes der meinungsführenden Eliten würde die gesamte Medienwelt in einen kollektiven Burn-Out stürzen. Und so viele Psychotherapie-Betten wie benötigt gibt es gar nicht, auch nicht für Selbstzahler und Klasse-Patienten. Und eine Suizid-Welle braucht man in diesem Milieu auch nicht zu befürchten, aber es braucht natürlich einige Zeit, bis man sich neu nach dem Wind ausgerichtet hat....

Montag, 4. Dezember 2023

Merkmal eines gebildeten Geistes

Es ist das Merkmal eines gebildeten Geistes, sich mit einem Gedanken beschäftigen zu können, ohne ihn zu akzeptieren.

Aristoteles

Da fallen alle mir "bekannten" Star-Kolumnisten glatt durch....

Dienstag, 23. Februar 2021

Zeitgeist

 ,,Wenn eine Seite nun besonders hervortritt, sich der Menge bemächtigt und in dem Grade triumphiert, daß die entgegengesetzte sich in eine Ecke zurückziehen und für den Augenblick im stillen verbergen muß, so nennt man dieses Übergewicht den Zeitgeist, der dann auch eine Zeitlang sein Wesen treibt."

 

"Was ihr den Geist der Zeiten heißt,
Das ist im Grund der Herren eigner Geist,
In dem die Zeiten sich bespiegeln."

J. W. Goethe 

 

Donnerstag, 17. September 2020

"Tugendboldschaft"

 ...ist eine Wortschöpfung von Th. Fontane. 

Noch besser:

"Tugendpriester und Gesinnungstrampel"

oder

"Gesinnungstüchtige Großmäuligkeit"

Da befallen mich aber sofort heftigste Assoziationen!

Und gleich noch was Schönes:

"…. ist es gar nichts, aber journalistisch-moralisch angesehn, wenn sich diese beiden Adjektiva so dicht nebeneinander vertragen"

👀

Diese Verb-Schöpfung ist auch merkenswert:

"Zu den Merkwürdigkeiten, gehört auch, daß sich der Sprechanismus als Bekehrungsopfer immer solche aussucht, die auf bestimmten Gebieten eine größere oder kleinere Autorität sind. So daß man von ihm sagen darf: er hat sich nıe mit Kleinigkeiten abgegeben, er ist wählerisch, noblesse oblige. Er sucht sich seinen Mann, und wenn er ganz echt ist, so wird er einen Generalstäbler über die Fehler, die bei Mars-la-Tour gemacht wurden, und Mommsen über Geschichtschreibung bestandpunkten...."

Donnerstag, 5. September 2019

Frage & Antwort

Wie sollen sie Antworten liefern, wenn sie nicht einmal die Fragen verstehen? Und wenn sie sie verstehen, akzeptieren sie sie nicht.

Freitag, 30. August 2019

Achtundsechziger

"Wie auch immer, im Lauf der Jahre hatte er zugesehen, wie seine Genossen, diese legendären Genossen von 68, anfingen, »vernünftig« zu werden. Sie waren immer vernünftiger geworden, und so war ihre abstrakte Wut dahingeschwunden und hatte sich in konkrete Angepasstheit verwandelt…..
Da es ihnen nicht gelungen war, die Gesellschaft zu verändern, hatten sie sich selbst geändert. Oder sie hatten sich gar nicht zu ändern brauchen, weil sie 68 nur Theater gespielt hatten und in die Kostüme und Masken von Revolutionären geschlüpft waren."
 Andrea Camilleri

Es war also auch in Italien nicht anders als bei uns. Ich hatte das "Glück", zu ebendieser Zeit an der Wiener Uni genau diese Typen als Kommilitonen im Institut für Soziologie zu haben. Es waren fast ausschließlich "höhere Söhne und Töchter" aus der feinen intellektuellen Gesellschaft Wiens und sie haben dann alle eine schöne Karriere gemacht. Einer hat sich sogar zum Zeitungsherausgeber gemausert.

Mittwoch, 6. März 2019

Also, das

darf doch nicht wahr sein:




Und wie man dank Google sieht, hat der Wahnsinn Methode:
Die spinnen, die Deutschen!
Die 68-Revolution frisst ihre Kindeskinder.

Sonntag, 22. April 2018

Prediger

Obwohl nun schon seit geraumer Zeit Journalisten und Publizisten das Predigeramt ausüben, hat sich die die Moral der Gesellschaft nicht verbessert. Während beim Klerus nur einige als Moralapostel nicht glaubhaft waren, sind die meisten Schreiberlinge und Künstler auf diesem Feld schlichtweg deplaciert.

Ihnen ins Stammbuch einige Auszüge aus Simrocks "Deutsche Sprichwörter":

7989. Viel Predigen macht Kopfweh. 
7991. Wer zuviel predigt, verjagt die Zuhörer. [Rot/Grün]
7992. Das kommt vom langen Predigen. 
7993. Eine gute Predigt muß nicht zu breite Tressen haben, das Tuch muß noch daran zu sehen sein. 
7994. Der beste Prediger ist die Zeit. 
7995. Prediger haben Gehalt fürs Predigen, nicht fürs Tun. 
7996. Andern ist gut predigen. 
7997. Viel Prediger sind, die selbst nicht hören.

______________________________________________


Von Chr. Morgenstern stammt der Ausdruck "Schreibrichkeit" - offenbar im Anklang zu "Geistlichkeit".

Montag, 6. März 2017

Lebenskünstler

Die linken BoBos sind die wahren Lebenskünstler: Sie nehmen von beiden Welten nur das Beste.

Innerhalb der linken Blase genießen sie die geistig-spirituelle Geborgenheit, außerhalb verdienen sie prächtig ihren Lebensunterhalt (oder etwas mehr).


Gepriesen sei deshalb die in beiden Richtungen partiell durchlässige Membran SelecTex©.


Übrigens: https://twitter.com/kumpfuz/status/831900457614323712

und:
"Die Menschen, die bei völlig geregeltem materiellem Zustand ihres Lebens Bohemiens zu sein glauben, wenn sie etwas später aufstehen als andere Leute ......, die sind keineswegs Bohemiens, sondern mißratene Bür­ger." 
Anton Kuh

Sonntag, 5. März 2017

Schuldlose Eliten

"Zuerst lehnen sie sich zu weit zum Fenster hinaus und wenn sie dann hinunterfallen, wollen sie es nicht gewesen sein."

Dieser Ausspruch wurde im Gymnasium einem alten Professor zugeschrieben, ist wahrscheinlich nur eine Legende, aber mir fällt er immer ein, wenn ich lese und höre, wie die liberalen Eliten ihre kräftige Mitarbeit am Erstarken der Rechtsparteien weit von sich weisen.

Eliten sind immer im Recht, denn sie billigen niemander außer sich selbst zu, über sich zu urteilen.

Freitag, 3. März 2017

Der Linke ist der bessere Mensch

Martin Walser zitiert aus seinem Tagebuch unterm Datum vom 14. Juni 2000:
"Da er öfter bemerkte, dass er etwas dagegen hat, dass es ungerecht zugeht in der Welt, sah er, als er sich umsah nach einer Bezeichnung für seine ungerechtigkeitsabweisende Empfindlichkeit, schließlich ein, dass er links war. Da er Menschen beobachtete, die auf Ungerechtigkeit nicht so reagierten wie er, musste er einsehen, dass er besser war als andere. Das führte dazu, dass er erkannte: der Linke ist der bessere Mensch." 
und schreibt dann weiter:
"Offenbar durfte ich mich, als ich das notierte, schon nicht mehr links fühlen, also ließ ich es zu, dass eine polemische Stimmung entstand gegen den, der sich, weil er links war, als der bessere Mensch vorkam. Ich musste vor mir selber rechtfertigen, dass ich nicht mehr als Linker gelten konnte.
Am liebsten würde ich in dieser Tonart heute noch fortfahren: Der bessere Mensch weiß nicht, dass er der bessere Mensch ist. Das darf für alle Zugehörigkeiten gelten, die ihren Mitgliedern Rechtfertigungen gewähren. Lebenslänglich SPD, das stell ich mir vor wie eine Allwetterkleidung fürs Bewusstsein. Mir ist keine derartige Zugehörigkeit gelungen. 

 Übrig geblieben ist also das Rechthabenmüssen. Rechtzuhaben ist der akzeptierte Ersatz für Rechtfertigung. Eine Art Bewusstseinsimperialismus auch. Oft genug verbunden mit Macht und Machtgefühl.  Zeitgeistopportunität.  Was ist denn political correctness anderes als eine Domestizierung des Gewissens, eine Passe-partout- Rechtfertigung?"

Sonntag, 30. Oktober 2016

Lechts und rinks

Die sozialistische Bewegung hat ihren Ursprung in intellektuellen Kreisen und endet nach einer längeren Affäre mit der Arbeiterbewegung sowie einer Namensänderung auch genau wieder dort.

Was für die Linken außerhalb Ihrer Vorstellungskraft liegt: Die meisten der "Rechtswähler" haben mit der rechten Ideologie gar nichts am Hut. Sie haben nur die Schnauze voll von den Linken (und Grünen) mit ihren Moralpredigten, hinter denen eine eklatante "Abschlußschwäche" im politischen Alltag steckt. Sie predigen Leitungswasser und trinken Perrier.

Und sie begreifen auch nicht, dass aus Gut Böse werden kann, wenn es zu viel und zu schnell kommt.


Medienschelte

Politiker schelten ist sowohl Massen- wie Profisport und vor allem darum allseits beliebt, weil ihn jeder ohne Training und gefahrlos ausüben kann. Die Schelte für die Medien, die an dem ganzen Schlamassel (wenn es denn eines ist) zumindest mitschuldig sind, gilt aber als verpönt - verpönt von den Medien selbst, die sich in gewohnter Weise von jeder Mitschuld selbst absolvieren. Und außerdem haben sie ja eh immer das letzte Wort in allen Belangen. Der irreparable Vertrauensverlust betrifft aber die Medien genau so wie die Politik und zwar ziemlich genau seit dem vorletzten Sommer: Da mussten  die Bürger fassungslos zusehen, wie Massen von Menschen unkontrolliert und mehr oder weniger unbehelligt von allen staatlichen Organen in das Land strömten und die Medien dazu nichts anderes zu bieten hatten als salbungsvolle Moral-Episteln und selbstgerechte Menschlichkeits-Fanfarenklänge. Da wurde selbst dem bildungsfernsten Bürger klar, dass die maßgeblichen Medien das Sprachrohr der Eliten sind und die Politiker ihre Tanzbären.  Und selbst der Dümmste macht sich seinen Reim darauf, dass nach Jahresfrist die Politik genau die Maßnahmen setzen muss, die damals von "Hetzern" gefordert wurden.

Dienstag, 10. November 2015

Demokraten

"Damit, dass die Stimmen nur gezählt, aber nicht gewogen werden (Plinius d. J.), können sich die Eliten nur schwer abfinden. Zwar stehen ihnen die Medien zu Gebote, um die Massen zu missionieren, aber auch hier müssen sie erleben, dass deren Wirkung begrenzt ist und dass ihnen die Nicht-Eliten die Gefolgschaft verweigern, vor allem, wenn sie zu irgendwas erzogen werden sollen. Als einziger Ausweg bleibt nur mehr, sie als irregeleitet und verhetzt zu qualifizieren. 
Wer keinen Respekt vor einem Andersdenkenden hat, auch wenn dieser intellektuell oder gesellschaftlich unterlegen ist, darf sich nicht Demokrat nennen."
Leserbrief, verröffentlicht in der WZ vom 5.11.2015
                 Siehe dazu auch:
Demokratisch ist Verpflichtung,
Mancher ist auch sozial.
Wählt das Volk die andre Richtung,
Wird er gerne radikal.

Aus: http://kumpfus.blogspot.co.at/2008/01/tut-gutes.html

Sonntag, 23. August 2015

Linksromantiker

Zitat von Paul Lendvai im STANDARD vom 22.8.15:
 “Die Linksromantiker waren und sind die Totengräber der modernen Sozialdemokratie und (freilich ungewollt) die Wegbereiter der rechtspopulistischen Bewegungen.“

Das Schlimme ist, dass ihnen dazu jegliche Einsicht fehlt, weil sie sich als die „Guten“ immer im Recht fühlen. Tatsache ist jedoch, dass sich jene, die seit Kreisky „ein Stück Weges“ mit der Sozialdemokratie gegangen sind, aufgrund der in Griechenland- und Asylkrise zutage getretenen Auffassungen und der darin gesetzten oder unterlassenen Handlungen je nach Temperament enttäuscht oder verärgert abwenden. Wohin? Wenige wahrscheinlich direkt zu den Rechtspopulisten, außer man reizt sie gar zu sehr zum Protest. Aber es werden ohne diese „Mitfahrer“ keine ordentlichen Mehrheiten mehr zustande kommen. Zusätzlich wird auch sozialdemokratisches „Urgestein“ (die „Sozis“) aus den erwähnten Gründen und auch demographisch abbröckeln. Die Linksromantiker werden dann weitgehend unter sich sein und sich dabei hoffentlich wohler fühlen, weil sie dann so schön gegen die Rechten und ihre „dummen“ Wähler  kämpfen können.

Freitag, 24. Juli 2015

Strafing

Asyl: Ob die Innenministerin Mikl-Leitner einen guten Job macht oder nicht, kann man gar nicht beurteilen, denn es gibt kaum neutrale Informationen darüber. 
Schwer ist er auf jeden Fall und auch gefährlich, denn die vorwiegend linksdrehenden Medien, allen voran der ORF, haben die Meinungs-Lufthoheit und knallen jeden erbarmungslos ab, der sich aus der Deckung wagt.

("Strafing" ist der militärische Fachausdruck für Tieffliegerbeschuss)