Werner Finck beschrieb einmal die Problemlage eines Vorsitzenden der SPD der 90ziger Jahre : "Wie werde ich die Arbeiter los?".
Heute müsste es wohl heissen - und auch in der SPÖ: "Wie werde ich die liberalen Linksintellektuellen los?".
Politische, kulturelle und politische Kommentare ; literarische Kletzen. Motto: Prudenter dubitare!
Werner Finck beschrieb einmal die Problemlage eines Vorsitzenden der SPD der 90ziger Jahre : "Wie werde ich die Arbeiter los?".
Heute müsste es wohl heissen - und auch in der SPÖ: "Wie werde ich die liberalen Linksintellektuellen los?".
Zur "Chat-Affäre" im Herbst 2021
Von welcher Seite man es immer betrachtet, diese Vorgänge haben dazu beigetragen, die Achtung der Bürger vor ihren politischen und medialen Eliten gegen Null gehen zu lassen. So ungustiös die publik gewordenen Chats sind, so unappettitlich sind auch die Methoden der Opposition, um einen Gegner, der ihnen von Anfang an ein Ärgernis war, auszuschalten. Indem man via "Öffentliche Meinung" Sebastian Kurz den Status eines "Problembären" verliehen hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis man ihn abschießen konnte. Die politische und mediale Opposition setzt fast ausschließlich Moralismen und eingebettete Justiz als Waffen gegen einen mißliebigen Politiker ein. Über diesen mag man denken, wie man will (er ist sicher kein Heiliger), aber Verunglimpfungen sind keine Argumente. Auch im "Öffentlichen Haus" der Republik hört man ganz selten fachliche Argumente und wenn, dann von Hinterbänklern. Und ganz schäbig finde ich, wie sich nun Feinde und Freunde über die erlegte Beute hermachen; da bleiben nur mehr Vergleiche aus der Fauna, nur ist es dort nicht widerlich.
Post in der WZ:
Es ist die richtige Entscheidung von Sebastian Kurz, nicht als „lame
duck“ in der Politik zu bleiben. Die Staatsanwälte der WKStA samt
„befreundeter“ Medien und aggressiver „Ankläger“ im Ibiza-Ausschuss dürfen nun
jubeln: Sie haben mit Handy-Zufallsfunden und wackeligen Vorwürfen einen der
talentiertesten Politiker Europas aus allen Ämtern geschossen. Es wird wie
üblich jahrelang dauern, bis alles gerichtlich aufgeklärt ist.
Martina Salomon am 3.12.21 im KURIER.
"Lediglich 5 der 28 EU-Staaten haben künftig noch eine sozialdemokratisch geführte Regierung."
"Und überall scheint das Problem ähnlich: Intern zerrissen zwischen links und rechts, fällt es der Sozialdemokratie in polarisierten Zeiten wie diesen schwer, glaubwürdig zu bleiben. Erst vergraulte sie die Mehrheit der Arbeiter durch zu viel Ideologie und zu wenig Pragmatik bei der Zuwanderung. Dann funktionierte auch ihr Gerechtigkeitsthema als Evergreen nur mehr bedingt. Denn wer zwar für Tarifverträge und Lohnabschlüsse kämpft, aber das größer werdende Heer der unfreiwillig Selbstständigen bei Uber, Foodora und wie sie alle heißen im Stich lässt, verkennt den Lauf der Zeit. Und die Chance, die sie Sozialdemokraten böte. Die Schere zwischen digitalen Krösussen und analogen Habenichtsen geht immer weiter auf. Die Unsicherheit in der Arbeitswelt wächst, Mieten steigen. Anständig und in Würde zu leben ist für viele kaum mehr leistbar. Die Vermögensverteilung nähert sich wieder der Epoche an, in der Charles Dickens seine Romane schrieb. Doch die einst stolzen Arbeiterparteien versagen nicht nur darin, all das zu bekämpfen, sie waren in vielen Ländern gar selbst Mitwirkende dieser Entwicklung. Nun fehlt es ihnen an Ideen und Rezepten dagegen, aber auch an starken Personen, die diese glaubhaft verkörpern würden."
Von Chr. Morgenstern stammt der Ausdruck "Schreibrichkeit" - offenbar im Anklang zu "Geistlichkeit".
Widerlich,wie alle mit #Griechenland ihr innenpolitisches Süppchen kochen und dabei die Luft mit ideologischen Darmblähungen verstinken!
— FranzKumpf (@kumpfuz) 17. Juli 2015
"Bei Flüchtlingskatastrophen spenden Österreicher deutlich weniger als bei Naturkatastrophen...."beklagt die WienerZeitung.
#SPÖ aufgepasst: Eure Sympathisanten in den #Medien machen euch von einer Groß- zu einer #Mittelpartei!
— FranzKumpf (@kumpfuz) 13. Juni 2015
Die SPÖ gibt sich der Illusion hin, dass es genügt, die Medien unter Kontrolle zu halten, die das "Volk" dann schon in die richtige Richtung leiten. Dazu füttert sie einerseits den Boulevard in gerade unverschämter Weise an, bringt im StaatsrundfunkORF alle wichtigen Posten unter ihren Einfluß oder reißt sich gleich eine ganze Zeitung unter den Nagel wie die staatseigene WienerZeitung (WZ). Sie vergisst aber dabei, dass ihre Gewährsmänner und -frauen in den Medien einer ganz bestimmten Schicht angehören, die eben nicht ihr "Ohr am Volk" haben, auch wenn sie sich in ihrer Hybris das oft einbilden. Die Politiker selbst sind in den meisten Fällen auch schon so abgehoben, dass sie gar nicht mehr spüren, wie der Wind in den Niederungen weht. Tut es einer doch, so wird er sofort verbellt - natürlich wieder mit Hilfe der Sympathisanten in den Medien.
Der #ORF ist der beste #Wahlhelfer für die #FPOE und kostet sie überdies nichts.
— FranzKumpf (@kumpfuz) 3. Februar 2015