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Mittwoch, 2. Oktober 2024

Dominanz-Arroganz-Penetranz ----> Larmoyanz

 Nach der für sie katastrophalen Wahl 2024 lecken sich die linksliberalen Gut-Promis im STANDARD und ähnlichen Journalen die Wunden....

Ich habe mir in den letzten Tagen die Reaktionen der vorwiegend linkdrehenden Redaktionen auf das Wahlergebnis zu Gemüte geführt. Es herrscht Apokalypse-Stimmung, Bestürzung und Ratlosigkeit: Warum honoriert der gemeine Wähler nicht besten Absichten von uns Guten und Gescheiten? Warum vertrauen sie nicht auf unsere hochmoralischen Meinungen und Rezepte?  - 

Außer in ganz schüchternen Ansätzen gab es nirgendwo Selbstkritik nach dem Motto: Was machen wir falsch? Sollten wir nicht unsere Positionen überdenken oder überprüfen? Natürlich ist das für sie außerhalb jeder Denkmöglichkeit - und das ist auch gut so, denn eine Demontage des Selbstbildes der meinungsführenden Eliten würde die gesamte Medienwelt in einen kollektiven Burn-Out stürzen. Und so viele Psychotherapie-Betten wie benötigt gibt es gar nicht, auch nicht für Selbstzahler und Klasse-Patienten. Und eine Suizid-Welle braucht man in diesem Milieu auch nicht zu befürchten, aber es braucht natürlich einige Zeit, bis man sich neu nach dem Wind ausgerichtet hat....

Montag, 29. September 2014

Wahlkampf in Wien

Ich fürchte, es wird nicht genügen, den kommenden FPÖ-Wahlkampf  als "grauslich" und "menschenverachtend" zu brandmarken. Zu sehr brennen die aktuellen Themen "Zuwanderung" und "Asylanten"  den Leuten in jenen Bezirken unter den Nägeln, wo nicht die Eliten zu Hause sind. Zum Beispiel wurden in den letzten Wochen zwei Personen aus ein und demselben Haus auf offener Praterstrasse  am hellichten Tag beraubt, in beiden Fällen von jungen Zuwanderern, die sich dort vor einer Spielhölle herumtreiben.  Von der Polizei musste sich die eine sagen lassen:"Ja, wenn man in so einem Bezirk wohnt....".
 Nun trifft es sich, dass beide Hausgenossen aus bestimmten Gründen gegen die FPÖ immun sind, die große Mehrzahl der Passanten hingegen, die das miterlebt haben, ganz sicher nicht. Aber klarerweise sieht man das beispielsweise in den Bezirken 1,8,13 und 19 ganz anders.

 Wann werden die Eliten endlich begreifen, dass die Nicht-Eliten nicht so gut zwischen guten und schlechten Ausländern differenzieren können? Ohne Zweifel ist das ungerecht, aber Angst macht ungerecht. Statt sich zu bemühen, den Leuten diese Angst zu nehmen, bombardiert man sie mit moralisierenden Vorwürfen. Rein aus Zorn und Verbitterung darüber, dass man ihre Sorgen nicht ernst nimmt,  werden auch viele "Rote" blau wählen, selbst wenn sie nicht so blauäugig sind, den Versprechungen der FPÖ Glauben zu schenken.

Freitag, 4. Oktober 2013

Nächstenliebe je nach Definition und Gusto

Der "Knackpunkt" in der Beziehung SPÖ-FPÖ ist die unterschiedliche Einstellung zu  Ausländer-, Migrations, Asyl- und Rassismusfragen, also im Wesentlichen eine Frage der Moral. Das verwundert einerseits, ist doch Moral - außer als Vorwand - normalerweise keine politische Kategorie; andererseits erstaunt es auch wieder nicht, hat sich doch der moderne Katalog der moralischen Todsünden auf die Politische Korrektheit bei den o. e. Themen reduziert - sprich: Man kann privatim so unmoralisch sein, wie es einem beliebt, wenn man sich nur in der Öffentlichkeit mit der "richtigen" Einstellung präsentiert.

und finden nicht zueinander,weil sie sich nicht über den Radius der einigen können.

Samstag, 16. Oktober 2010

Wien-Wahlen 2010

Ich vermute, daß der Wahlsieg der FPÖ noch viel höher ausgefallen wäre, wenn sich nicht viele an der rüpelhaften Art Straches gestoßen hätten. Und ich fürchte, daß sie Sache auch noch nicht zu Ende ist. Darin bestärken mich die Äußerungen der verantwortlichen Politiker aus SPÖ und ÖVP: Diese reden immer nur von Verbesserung der „Integration“, während die tatsächlichen und verhinderten Strache-Wähler von „Migration“ hören wollen, und zwar von deren Stopp oder Einschränkung. Wenn ein Politiker sich aber in dieser Richtung klar äußert (wie Karl Schlögl auf WZ, Seite 4 oder zuletzt auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer), wird er niedergezischt, um es milde zu sagen.
Nun, dann wird es munter so weitergehen; schade nur um die vielen Stimmen, die wahrscheinlich gar nichts bewirken werden.
Sicher wäre auch eine Koalition SPÖ-Grüne für Wien interessant, aber die Position der Grünen in der Ausländerfrage würde mit Sicherheit bewirken, daß bei den nächsten Wahlen die FPÖ auf 40% oder mehr steigt.
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Häupl ortet laut WZ Übereinstimmung mit den Grünen bei Zukunftsthemen: Auch in der Zuwanderungsfrage? Nun, Hauptsache, die Meinungs-Eliten sind glücklich. So mancher biedere SPÖ-Wähler allerdings wird sich ob des Anstands verfluchen, der ihn veranlasste, Strache doch nicht zu wählen. Und: Ein Dritter freut sich mitunter auch, wenn sich zwei einigen.
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Ich hab‘ ja nichts gegen die Grünen: Wenn ich in Zukunft nicht vegan essen muß, mein Auto weiter benützen und heterosexuell bleiben darf sowie meine Wohnung nicht mit Fremden teilen muß, ja, dann sollen sie ruhig regieren. ;=)