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Sonntag, 21. August 2022

Der Gell-Mann-Amnesia-Effekt

 Der "Gell-Mann-Amnesia-Effekt"

bezieht sich auf die Medienrezeption:

Wer sich in einem Fachgebiet gut auskennt, empfindet die Berichterstattung darüber meist als verzerrt, fehlerhaft und verständnislos. Sobald die Person aber mediale Beiträge zu anderen Themen wahrnimmt, verschwindet dieser Eindruck: Das Vertrauen in die journalistische Arbeit ist wieder hergestellt ( deshalb »Amnesia«),

Herkunft

Den Effekt hat der Schriftsteller Michael Crichton in einer Rede von 2002 zum ersten Mal beschrieben. Er bezieht sich dabei auf seinen Freund und Physiker Murray Gell-Mann.

Briefly stated, the Gell-Mann Amnesia effect is as follows. You open a newspaper to some subject you know well....You read the article and see the journalist has absolutely no understanding of either the facts or the issues. Often, the article is so wrong, it actually presents the story backward - reversing cause and effect. I call these the "wet streets cause rain" stories. Paper's full of them.

In any case, you read with exasperation or amusement the multiple errors in a story, and then turn the page to national or international affairs, end read as if the rest of the newspaper was somehow more accurate about Palestine than the nonsense you just read. You turn the page, and forget what you know.

That is the Gell-Mann-Amnesia effect. I'd point out it does not operate in other arenas of life:. In ordinary life, if somebody consistently exaggerates or lies to you, you soon discount everything they say. In court, there is the legal doctrine of falsus in uno, falsus in omnibus„ which means untruthful in one pattern, untruthful in all. But when it comes to the media, we believe against evidence that it is probably worth our time to read other parts of the paper. When, in fact, it almost certainly isn't. The only possible explanation for our behavior is amnesia.


 

Umwandlung von Begriffen

Typisch dafür, wie wissenschaftliche Entdeckungen von den Medien und dem Laienpublikum aufgenommen werden, scheint zu sein. daß bestimmte, ungenau oder schlicht falsch interpretierte Begriffe oftmals das einzige sind, was auf dem Weg von der Fachzeitschrift zur Illustrierten oder zum Taschenbuch übrigbleibt. Die wichtigen Einschränkungen und Unterscheidungen, manchmal sogar die eigentliche Idee, gehen unterwegs leicht verloren. Man denke nur an den weitverbreiteten Gebrauch so beliebter Begriffe wie »Ökologie« oder »Quantensprung«, ganz zu schweigen von dem New-Age-Ausdruck »Energiefeld«. Natürlich kann man einwenden, daß Begriffe wie »Chaos« und »Energie« schon vor ihrem fachsprachlichen Gebrauch in Umlauf waren. doch werden ja gerade diese fachsprachlichen und nicht etwa die ursprünglichen Bedeutungen entstellt wiedergegeben.

Angesichts immer wirkungsvollerer schriftstellerischer Methoden, mit denen sich bestimmte nützliche Begriffe in nichtssagende Klischees verwandeln lassen, sollten wir unbedingt vermeiden, daß die verschiedenen Komyplexitätsbegriffe dasselbe Schicksal erleiden. 

M. Gell-Mann. 

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>>> "schriftstellerisch" - im Original heißt es 'literary' - und das finde ich nicht gut übersetzt; allerdings fehlt mir auch das entsprechende deutsche Wort dafür. Aber wörtlich "literarisch" wäre immer noch besser.

Sonntag, 7. August 2022

Journalisten ...

 Karl Kraus:

Den Journalisten nahm ein Gott, zu leiden, was sie sagen.

Dienstag, 5. April 2022

Journalisten....

 Karl Kraus:

  •  „Keinen Gedanken haben und ıhn ausdrücken können — das macht den Journalisten.“
  • „Journalisten schreiben, weil sie nichts zu sagen haben, und haben etwas zu sagen, weil sie schreiben."
  •  „Ein Feuilleton schreiben, heißt, auf einer Glatze Locken drehen.“
  • „Presse gegen Unrecht schützen, heißt, einen Blatternkranken von Hühneraugen befreien, nein, einen, der Cholerabazillen entwendet hat, gegen die Einschränkung der persönlichen Freiheit schützen, nein, einen Falschmünzer gegen Diebstahl, nein, einen Raubmörder gegen Ehrenbeleidigung.” 

Mittwoch, 5. Januar 2022

Der kleine Unterschied

 Der Meteorologe berichtet:

"Die Termperatur liegt 10° über dem mehrjährigen Durchschnitt"

In den Medien wird sie wie folgt wiedergegeben:

"Die Temperatur ist um 10° zu hoch".

??

Kein Unterschied?

Ich denke, ein gewaltiger! 

Im ersten Statement wird ein Sachverhalt mitgeteilt, im zweiten kommt eine Bewertung dazu, wird der Sachverhalt  "eingerahmt" (framing) in ein Bezugssystem und das ist immer die zeitgeistige Strömung, aktuell also die sog. "Klimakrise".

Nach dieser Methode werden seit langem die wissenschaftlichen Erkenntnisse von den Journalisten unter das Volk gebracht. Und dieses Volk hat kaum eine Chance, dieser verbogenen Darstellung der Wirklichkeit zu entkommen.

***

Und übrigens wäre ja noch zu hinterfragen, wie die erste Aussage zustande kam: 

Welcher "Durchschnitt" ist eigentlich gemeint: Arithmetisches, Geometrisches Mittel  oder gar ein Median?

Und: Wieviele Jahre.....welche geographische Bezugsgröße.....

Mittwoch, 4. August 2021

Rahmen und Stupsen

 Es ist - je nach framing? - erheiternd oder ernüchternd, dass man häufig zu Anglizismen Zuflucht nehmen muss, wenn man gängige gesellschaftliche Zu- und Umstände ("Narrative") mit  kurzen Worten beschreiben will. Hier half mir der folgende  Auszug aus einem Blog von

Kai Bargmann  [https://www.better-media.de/bmwp/author/bargmann/]

 "Aus dem Schulunterricht erinnern Sie sich vielleicht noch an die englische Vokabel Frame. Sie bedeutet auf deutsch Rahmen. Das können Sie sich sowohl konkret (wie in Bilderrahmen) als auch im übertragenen Sinn vorstellen – Dingen einen Rahmen geben. Die zweite Bedeutung kommt hier zum Zug. Ziel ist es, öffentlichen Debatten eine andere Richtung zu geben oder ihren Akzent zu verschieben. Damit ist das Framing dem Derailing verwandt, über das ich schon einmal gebloggt habe. Auch das Nudging spielt hier mit hinein.


Dahinter steht eine Theorie der Kommunikationswissenschaft: Über ein Problem wird unterschiedlich entschieden, je nachdem, wie es geschildert wird. M.a.W.: Mit Framing können Sie Probleme aufblasen oder verniedlichen. Damit hilft es nicht gerade, sich zurechtzufinden. Ganz im Gegenteil: Es stiftet Verwirrung. Umstritten ist, wie stark sich diese Technik auf das Wahlverhalten auswirkt. Denn darauf kommt es den Verwendern, namentlich Politiker oder andere, denen es nützt, eigentlich an."

 ..........

"Derzeit macht ein schneidiger Zweisilber die Runde: Nudging. Ein neues Wort aus dem Englischen, das die Politik erobert. Was ist damit gemeint? Wörtlich bedeutet es, jemand sanft in die Rippen zu knuffen (Stupsen), damit er etwas richtig macht. Richtig verstanden als: Jemanden auf den gewünschten Weg bringen, den er selbst nicht genommen hätte, aber den er nehmen soll, ohne dass er sich bevormundet oder gegängelt fühlt. Kein Zwang, keine Sanktionen, ganz sanft ein freundlicher Hinweis auf wünschenswertes Verhalten. Das macht Nudging zum idealen Anwendungsgebiet für die Politik, gerade in Deutschland, wo man gern versucht, Menschen zu ihrem eigenen Wohl oder dem aller zu anderem Verhalten anzuleiten." 

👇👅😪😬👇

Den folgenden Blog-Eintrag verfasste ich vor 10 Jahren aus Anlaß der "Finanzkrise", aber die Symptome sind den aktuellen ziemlich ähnlich:

https://kumpfuz.blogspot.com/2011/11/absetzbewegungen.html 

 

Sonntag, 22. April 2018

Prediger

Obwohl nun schon seit geraumer Zeit Journalisten und Publizisten das Predigeramt ausüben, hat sich die die Moral der Gesellschaft nicht verbessert. Während beim Klerus nur einige als Moralapostel nicht glaubhaft waren, sind die meisten Schreiberlinge und Künstler auf diesem Feld schlichtweg deplaciert.

Ihnen ins Stammbuch einige Auszüge aus Simrocks "Deutsche Sprichwörter":

7989. Viel Predigen macht Kopfweh. 
7991. Wer zuviel predigt, verjagt die Zuhörer. [Rot/Grün]
7992. Das kommt vom langen Predigen. 
7993. Eine gute Predigt muß nicht zu breite Tressen haben, das Tuch muß noch daran zu sehen sein. 
7994. Der beste Prediger ist die Zeit. 
7995. Prediger haben Gehalt fürs Predigen, nicht fürs Tun. 
7996. Andern ist gut predigen. 
7997. Viel Prediger sind, die selbst nicht hören.

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Von Chr. Morgenstern stammt der Ausdruck "Schreibrichkeit" - offenbar im Anklang zu "Geistlichkeit".

Donnerstag, 3. August 2017

Durchschuss

In der WZ vom 31.7.  ein Artikel über die Anwendung von KI in Literatur und Zeitungswesen:
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/medien/908074_Literatur-aus-dem-Automaten.html
"Computerprogramme verfassen nicht nur standardisierte Texte, sondern analysieren auch narrative Muster literarischer Werke."
Das wird insbesondere die Zeitungsherausgeber freuen:  Da kommt die Information schon fertig aufbereitet von der Agentur und braucht in der Redaktion nur mehr mit Meinung durchschossen und mit Ideologie nach Art des Hauses abgeschmeckt werden.
Aber auch das wird über kurz oder lang der Computer übernehmen, menschliche Redakteure sind einfach nicht so berechenbar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeilendurchschuss

Donnerstag, 23. Februar 2017

Presse

Unseren Redakteuren muss kein Staat den Maulkorb umbinden, sie tragen ihn von selbst  so unreflektiert wie ihre Großväter die Schnurrbartbinde. 
ROLF HOCHHUTH


Man tönt gegen die Inquisition, dabei sind die Journalisten an die Stelle der Dominikaner getreten.
GUSTAVE FLAUBERT

Reportern sage ich nie die Wahrheit.
WILLIAM FAULKNER 

Freitag, 8. Juli 2016

Paschatum des Chefredakteurs

"Berühmtheit ist ein Zeitungsresultat.
Der Tag gehört der Phrase, die Zukunft dem Wort. Es gibt keine gröberen Despoten als Redakteure. Auch das Paschatum eines Chefredakteurs muß seine Grenzen haben.
Ich gehöre keineswegs zu denen, die der Kritik den Mund stopfen wollen; aber die Kritik muß klug und bescheiden geübt werden und muß sich bei jedem Wort ihrer Grenzen bewußt bleiben."
Th. Fontane
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Sieh auch:
https://twitter.com/kumpfuz/status/694500847875653633

Dienstag, 4. August 2015

Verschiedene Formen von Informationen

  • Nachrichten:  Eine Information über Tatsachen, die für die Adressaten vermutlich neu und interessant sind und unter diesem Aspekt aus möglichen Zusammenhängen gerissen werden;
    • meist (aber nicht zwingend) ohne die unterhaltenden Elemente des
  • Features.
    • i. U. zum Kommentar unter striktem Verzicht auf die Meinung des Schreibers; 
    • i. U. zur Reportage ohne subjektive Elemente und Impressionen;
    • i. U. zum Korrespondentenbericht ohne (oder mit vorsichtiger) Deutung;

Aus: Wolf Schneider, Deutsch für Profis -  ein Buch, das offenbar heute kaum ein Journalist gelesen hat.


L. Murschetz

Donnerstag, 9. Juli 2015

Hitze im Hirn

Absonderliches geht in manchen Gehirnen vor: Da ereifern sich grüne Politiker, Zeitungsschreiber (und ihre follower) darüber, dass die große Hitze der letzten Tage für die Flüchtlinge in den Zelten unzumutbar sei. Ihnen kommt nicht in den Sinn, dass (zumindest für die Kriegsflüchtlinge aus den Nahen Osten) dies noch das geringere Übel sein dürfte: In ihrer Heimat ist es im Sommer noch viel heißer und das über längere Zeit. Wer die überwiegende Bausubstanz in den Städten dort kennt, wird auch nicht der Meinung sein, dort sei der Aufenthalt besonders angenehm. Und die Flüchtlinge werden ja in ihrer Mehrzahl wohl nicht aus den dortigen Villen-Vierteln kommen. Und wie alle anständigen Menschen gehe ich ja davon aus, dass sie wegen der Sicherheit für Leib und Leben zu uns gekommen sind.

----------------------------Moral Pronouncement----------------------------
Leider muss man heutzutage noch extra und feierlich feststellen, dass man selbstverständlich jedem (echten) Flüchtling ein ordentliches Quartier wünscht und zwar, sobald es irgend geht.

Samstag, 27. Juni 2015

Gute Werke

Jetzt ist mir klar, warum die Kirchen und Orden so über Nachwuchsmangel klagen: Wer sich heute dazu berufen fühlt, Gutes zu tun, braucht nicht mehr Priester, Pastor werden oder in einen Orden eintreten, sondern wird Journalist/in: Da ist es um vieles leichter, Gute Werke zu vollbringen, entweder an der Tastatur oder mit dem Mikrophon. Und auf langjährige Schulung kann verzichtet werden - sowie auf sonstige Verzichte auch.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Besorgt

"Besorgt über die explosive Lage in ..." eröffnet die Sprecherin des ORF das Nachrichten-Journal und legt Besorgnis in die Stimme.
Das ist genau das, was ich nicht vertragen kann: Diese Vermischung von Information und Emotion in der heute üblichen Journalistik.
Der ORF treibt es ja noch weiter mit seinen zuweilen überaus albernen soundclips ("so klingt ein Orkan"), die in den meisten Fällen ja nur vom jeweiligen lokalen Fernsehen "abgezapft" sind und nicht vor Ort captured.

Samstag, 17. August 2013

Journalisten und Professoren

Lt. H. Weigel schrieb A. Stifter in einem Brief:
"...bewahre uns Gott vor Journalisten und Professoren".

Ich möchte ergänzen:" vor allem, wenn sie sich zusammentun".
Statt Professoren könnte man auch Experten einsetzen.

Montag, 1. Juli 2013

Vision Europa


Ausschnitt aus einem Interview der WZ mit Miguel Herz-Kestranek:
Sie sind ein glühender Befürworter der europäischen Einigung?
Und ein leidenschaftlicher Kämpfer für diese Vision. Visionen funktionieren nur naiv. Visionäre, die verlacht und verspottet wurden, deren Visionen sich aber irgendwann erfüllt haben, waren - im guten Sinn - meist reine Toren, Parsifale - und als der sage ich: Man muss diese 500 Millionen Menschen begeistern und mitnehmen und das gelingt nur über Herz und Emotion. Nicht über den Verstand, nicht über Wirtschaft allein. Wenn die kracht, sind die Menschen wieder weg. Leopold Figl hat 1945 in seiner Weihnachtsansprache gesagt: "Ich kann Euch zu Weihnachten nichts geben" und er hat geendet: "Ich kann Euch nur bitten, glaubt an dieses Österreich!" Auch das vereinte Europa ist im Aufbau, ist ein work in progress und das ist nichts, woran man sich festhalten kann. Dazu geht es derzeit drunter und drüber, es stimmt noch nicht an allen Ecken und Enden, aber man muss an dieses Europa glauben!
Sie plädieren also für eine Argumentationslinie, die eher auf die emotionale Ebene der Menschen abzielt?
Die PR in der Firma Europa wird fahrlässigerweise vom Vorstand gemacht, und das kopflastig und abgehoben. So erreicht man aber nicht die Herzen von 500 Millionen! Wären die im Herzen überzeugt, würden sie die Krisen durchtragen und blieben bei der Stange. Die Gründungsväter hatten diese innere Haltung, weil sie noch den Krieg im Bauch hatten. Marc Aurel - eigentlich ein großer Europäer - hat gesagt: Wer selbst nicht brennt, kann bei anderen kein Feuer entfachen. 

Mein Leserbrief dazu an die WZ:
Die Äußerungen von M. H-K  über Europa als "work-in-progress" finde ich großartig. Man sollte diese Sätze einrahmen und in die Redaktionstuben hängen, auch in die der WZ, speziell die der Wirtschaftsredaktion. Wenn die EU oder der EURO scheitern sollten, dann ist dies nicht zum geringsten Teil dem Kleinmut - fast möchte man sagen:  dem Defätismus -der Medien geschuldet. Und ich rede hier nicht von Kleinformaten, die den Kampf gegen Europa zu ihrer Leitlinie gemacht haben.

Mittwoch, 24. April 2013

Die Wahrheit der Medien

Richtig lügen, d. h. Fakten erfinden, tun die Medien ja selten. Aber wie sie die Fakten zusammenstellen und präsentieren, das entspricht in den seltensten Fällen der Wahrheit.

Aber was ist schon Wahrheit? Volle Wahrheit ist immer ein Ziel, dem man sich nur asymptotisch nähern kann, und das ist die Chance für Journalisten und Politiker: Sie verkünden "Wahrheit", meinen damit aber nur die Fahne im Wind, hinter der möglichst viele marschieren sollen.

Samstag, 2. Februar 2013

Stammtischbrüder

Politiker zu beschimpfen ist sehr beliebt, speziell bei Journalisten. Die Ironie dabei ist, dass letztere genauso wenig oder soviel Achtung verdienen wie erstere.
Und wie am Stammtisch sind es in den Zeitungen immer jene, welche die ärgsten Beschimpfungen und die grauslichsten Voraussagen von sich geben  treffen, die am meisten Zuhörer/Leser  haben; wer positiv redet oder schreibt, hat Angst davor, langweilig zu wirken.

Und es stimmt ja leider auch: Wer schimpft, dem wird geglaubt.

Ich gebe zu: Auch ich schreibe lieber "gesalzene" Leserbriefe oder Posts als ausgewogene. Mache ich das trotzdem einmal, fallen garantiert einige andere agressiv darüber her.

Sonntag, 15. Januar 2012

Fellnerisierung

Ich kann mir die stetig voranschreitende Boulevardisierung unserer Medien nur so erklären, dass sich jeder Journalist hierzulande im Geheimen wünscht, irgendwann wenn schon nicht beim ORF so zumindest bei Fellner unterzukommen.

Freitag, 14. Oktober 2011

Lohnschreiber

Ich möchte heute kein Journalist sein. Nur ganz wenigen gelingt es, sich vom Lohnschreibertum zu lösen. Nur zu deutlich merkt man, daß Zeitungen Besitzer haben oder von politischen Freundeskreisen gesteuert werden. Wem sonst dient der Wettlauf um die bad, worse, worst news bei Wirtschaftsthemen? Ich glaube ja nicht, daß alle Journalisten depressiv sind. Und so groß ist der Anteil der Börsenzocker unter den Lesern selbst bei WZ, Presse, Standard wieder auch nicht.


Die Wiener Zeitung macht Boulevard ohne Farborgien und Riesenlettern, zumindest im Wirtschaftsteil. Kein Wunder, kommt doch der Chefredakteur aus der Wirtschafsredaktion des Kurier.