Beschreibt gut meine Einstellung zu den Gutmensch-Aktivisten.
Politische, kulturelle und politische Kommentare ; literarische Kletzen. Motto: Prudenter dubitare!
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Dienstag, 10. Januar 2023
Montag, 10. Dezember 2018
Die Weiden
Ja, es gab politische Opern, die das Volk aufrüttelten und etwas bewirkten, wie die vom frühen Verdi und von D. Auber. Diese hier (in der Wiener Staatsoper) ist eine arrogant/larmoyante Klage der saturierten linken Eliten über eine ihnen mißliebige Entwicklung, die sie selber angestoßen haben. Aber das können sie nie zugeben, weil ihnen die Selbstbeweihräucherung die Sicht vernebelt.
Montag, 15. Oktober 2018
Die Gundelhuber
… festgestellt, er sei „im Grunde ein guter Mensch“, und die
Entgegnung wischt diese Entschuldigung beiseite: ,,Das will wenig sagen, es
gibt wenig böse Menschen, und doch geschieht so viel Unheil auf der Welt; der
größte Teil dieses Unheils kommt auf Rechnung der vielen, vielen guten
Menschen, die weiter nichts als gute Menschen sind.“
Samstag, 9. Juni 2018
Gutestun
Öffentlich Gutestun ist das beste Geschäftsmodell überhaupt, weil es einen unangreifbar macht.
Man sieht alle Tage, wie gute Absichten, wenn sie ohne Mäßigung verfolgt werden, die Menschen zu sehr schändlichen Handlungen verleitenMontaigne
Siehe dazu auch: https://kumpfus.blogspot.com/2008/01/tut-gutes.html
Montag, 13. Februar 2017
Macht
"Da man Macht haben muß , um das Gute durchzusetzen, setzt man zunächst das Schlechte durch, um Macht zu gewinnen."
LUDWIG
MARCUSE
Montag, 26. September 2016
Schon wieder Gutmenschen-Hetze
E"s kommt dazu, daß diese Flachdenker die Menschlichkeit, Moral und Gerechtigkeit für sich gepachtet haben. Welcher Mensch guten Willens wäre nicht bereit, sich vorbehaltlos solch zündenden Parolen wie klassenlose Gesellschaft, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und dergleichen zu verschreiben? Die Ernüchterung kommt für die meisten zu spät."P.Watzlawick
Samstag, 3. September 2016
Fremdspenden
"Almosen sind ein frommes und Christliches Werk, wenn man sie aus seinem eigenen Beutel gibt; aber vom Gelde eines a n d e r e n sind sie Sünde."
Miguel de Cervantes
Dienstag, 1. Dezember 2015
Milliardenopfer
Zitat Vassilakou im STANDARD: "In Wien werden in den nächsten Jahren Milliardeninvestitionen nötig sein für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen".
Ganz schön ehrlich, diese Aussage. Mich würde aber interessieren, woher bzw. von wem diese Milliarden genommen werden? Für die Oberschicht, welche diese Gutsein-Orgie initiiert hat, wird es wohl ja kein so großes Opfer bedeuten. Und die anderen wurden und werden nicht gefragt.
Ein ganz schön teures Hobby, das Gutsein und das Schöne daran: Es ist fremdfinanziert.
Samstag, 8. August 2015
Menschenfreunde
Ich habe in meinem Leben viele gute Menschen kennen gelernt und auch #Gutmenschen. Es waren aber nicht diesselben.
— FranzKumpf (@kumpfuz) 8. August 2015
Man kann es auch präziser ausdrücken: Die Menge der Gutmenschen und die Menge der guten Menschen sind disjunkt.
Am besten gefällt mir übrigens die Definition der Gutmenschen von G. Chr. Lichtenberg; natürlich gab es den Begriff damals noch nicht, wohl aber die "Menschenfreunde", denn die "... haben, wo sie gehen und stehen, eine Träne in den Augen und einen harten Gulden in der Hand".
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Samstag, 27. Juni 2015
Gute Werke
Jetzt ist mir klar, warum die Kirchen und Orden so über Nachwuchsmangel klagen: Wer sich heute dazu berufen fühlt, Gutes zu tun, braucht nicht mehr Priester, Pastor werden oder in einen Orden eintreten, sondern wird Journalist/in: Da ist es um vieles leichter, Gute Werke zu vollbringen, entweder an der Tastatur oder mit dem Mikrophon. Und auf langjährige Schulung kann verzichtet werden - sowie auf sonstige Verzichte auch.
Sonntag, 3. Mai 2015
Moral bombing
Derzeit rollen aus Anlass der Mittelmeer-Tragödie wieder pausenlos die moralischen Flächenbombardements der Medien, allen voran des ORF und der sog. seriösen Zeitungen. Wir werden mit wahren Gutmenschentum-Teppichen zugedeckt, diesmal mit dem Zweck, unsere schlechte Moral zu brechen.
Das ist aber wenig zielführend, man erreicht in jedem Fall durch Bombenschmeissen immer genau das Gegenteil, das würde die Geschichte zeigen, wenn man sich dafür interessieren würde. Man kann auch nicht feststellen, dass sich die allgemeine Moral im heutigen Alltagsleben stärker bemerkbar macht als früher, eher im Gegenteil. Vielleicht liegt es daran, dass allfällige moralische Regungen schon beim Konsumieren der Medien abreagiert werden können. Und wenn auch derzeit die linksdrehenden Medien die Lufthoheit haben wie seinerzeit die Geschwader des Luft-Marschall Harris, so erreichen sie damit nichts außer der Stärkung ihres eigenen Überlegenheits-Bewußtseins. Es bleibt eine Tatsache, dass wirkliche Siege nur am Boden erfochten werden können; aber das kostet halt wirkliche Opfer!
Das ist aber wenig zielführend, man erreicht in jedem Fall durch Bombenschmeissen immer genau das Gegenteil, das würde die Geschichte zeigen, wenn man sich dafür interessieren würde. Man kann auch nicht feststellen, dass sich die allgemeine Moral im heutigen Alltagsleben stärker bemerkbar macht als früher, eher im Gegenteil. Vielleicht liegt es daran, dass allfällige moralische Regungen schon beim Konsumieren der Medien abreagiert werden können. Und wenn auch derzeit die linksdrehenden Medien die Lufthoheit haben wie seinerzeit die Geschwader des Luft-Marschall Harris, so erreichen sie damit nichts außer der Stärkung ihres eigenen Überlegenheits-Bewußtseins. Es bleibt eine Tatsache, dass wirkliche Siege nur am Boden erfochten werden können; aber das kostet halt wirkliche Opfer!
Freitag, 20. Februar 2015
Entrüster
"Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen".
H. Qualtinger
Wobei der gute Qu. wahrscheinlich nur die "rechte" Untermenge der "Entrüster"-Menge gemeint hat - es gilt aber für die andere Seite genauso, und heute mehr denn je.
H. Qualtinger
Wobei der gute Qu. wahrscheinlich nur die "rechte" Untermenge der "Entrüster"-Menge gemeint hat - es gilt aber für die andere Seite genauso, und heute mehr denn je.
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Dienstag, 2. Dezember 2014
Is Rome burning?
In einer ganz unverdächtigen Zeitung erscheint folgender Artikel:
http://www.nytimes.com/2014/11/25/opinion/beppe-severgnini-is-rome-slowly-burning.html?_r=0
...der mich doch etwas nachdenklich macht.
Sicher ist: Es kann so nicht weitergehen und zwar weder so noch so:
Solange allerdings die publizierenden Eliten nicht selbst in den Vorstädten wohnen müssen oder die Zuwanderer die Nobelbezirke überfluten, werden sie weiterhin nur verbal viel Gutes tun.
Geheimes Florianiprinzip: "Verschon' unser Haus, zünd's andere an".
Oder:
http://www.nytimes.com/2014/11/25/opinion/beppe-severgnini-is-rome-slowly-burning.html?_r=0
...der mich doch etwas nachdenklich macht.
Sicher ist: Es kann so nicht weitergehen und zwar weder so noch so:
"Macht hoch die Tür, die Tor' macht weit!"
einerseits und
"Macht Europa dicht!"
Solange allerdings die publizierenden Eliten nicht selbst in den Vorstädten wohnen müssen oder die Zuwanderer die Nobelbezirke überfluten, werden sie weiterhin nur verbal viel Gutes tun.
Geheimes Florianiprinzip: "Verschon' unser Haus, zünd's andere an".
Oder:
#asyl Das #Boot nebenan ist noch lange nicht voll!
— FranzKumpf (@kumpfuz) 5. Dezember 2014
Sonntag, 23. September 2012
Gutmenschen...
...sind jene Menschen, welche andere Menschen für nicht so gut halten, weshalb sie diese schlecht behandeln dürfen, ausgenommen jene, die ihrer Liebe bedürfen, wie Asylanten, Menschen mit Migrationshintergrund oder - darf man das so sagen? - anderer Hautfarbe. Alles platonisch natürlich.
Ich gehe ihnen aus dem Weg, wo ich kann, hat mich doch die Erfahrung gelehrt, dass sie alles bedenkenlos beiseite räumen, was ihnen bei der Erreichung ihres Zieles hinderlich ist - und dieses Ziel heisst: EGO!
Ich gehe ihnen aus dem Weg, wo ich kann, hat mich doch die Erfahrung gelehrt, dass sie alles bedenkenlos beiseite räumen, was ihnen bei der Erreichung ihres Zieles hinderlich ist - und dieses Ziel heisst: EGO!
Dienstag, 22. November 2011
Charity by wire
Meine Hochachtung für das Interview über Glaubensfragen mit Thomas Gottschalk im letzten SPIEGEL , vor allem aber für seine Auffassung von Nächstenliebe: Daß man sich nämlich primär als anständiger
Mensch und „Nicht-Arschloch“ in seinem Familien-, Freundes- und
Kollegenkreis zu bewähren habe.
Das läuft dem Zeitgeist total zuwider, der es ja liebt, Nächstenliebe mit der Fernbedienung (charity by wire) auszuüben und dann groß darüber zu
reden.
Sonntag, 31. Oktober 2010
Linke Spießbürger
"Gutmensch" sei ein rechter Kampfbegriff, so tönt F. Vranitzky, selber ein klassischer Vertreter der Spezies. Damit will er erreichen, daß der unangenehme Begriff als solcher diskriminiert wird und damit auch jeder, der ihn verwendet.
Was er nicht begreifen will oder kann, daß damit das Mißtrauen seinen Ausdruck findet, welches ihm von jenen Mitmenschen entgegengebracht wird, die sich selbst nicht für so gut halten.
Kennzeichen des Spießbürgertums ist es, daß die eigene Lebensform für die einzig gültige gehalten wird und jede andere, die ihr nicht entspricht, der Verachtung anheim fällt.
Ehrlicher, weil nicht ironisch, wäre natürlich die Bezeichnung "Heuchler" oder noch besser "Tartuffe", weil mit diesem Namen am besten die überaus einträgliche Verbindung von Gesinnung und Geschäft gekennzeichnet wird.
Was er nicht begreifen will oder kann, daß damit das Mißtrauen seinen Ausdruck findet, welches ihm von jenen Mitmenschen entgegengebracht wird, die sich selbst nicht für so gut halten.
Kennzeichen des Spießbürgertums ist es, daß die eigene Lebensform für die einzig gültige gehalten wird und jede andere, die ihr nicht entspricht, der Verachtung anheim fällt.
Ehrlicher, weil nicht ironisch, wäre natürlich die Bezeichnung "Heuchler" oder noch besser "Tartuffe", weil mit diesem Namen am besten die überaus einträgliche Verbindung von Gesinnung und Geschäft gekennzeichnet wird.
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Tartuffe
Samstag, 9. Oktober 2010
Surrogat der Moralität
Jede Epoche hat ihre eigenen "Surrogate der Moralität". Zu Schopenhauers Zeit - von ihm stammt diese Formulierung - war dies die Ehre, später dann, in der Zeit des überbordenden Nationalismus war es die Pflicht gegenüber dem Vaterland. Heute dienen als Ersatzdroge political correctness und Gutmenschentum. Hinter diesem Paravent kann jegliche Form von Unmoral fröhliche Urständ feiern.
"Der gute Mensch ersetzt das Denken durch die Moral"
K. P. Liessmann
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"political correctness",
Gutmenschen,
Moral
Samstag, 7. August 2010
Gute Werke
Am meisten suspekt sind mir jene Zeitgenossen, die um der guten Sache willen anderen Menschen ihren Willen aufzwingen oder sich daran bereichern. Der höhere Zweck schützt perfekt die niedrigen Absichten.
Man wünscht sich einen neuen Moliere, der sie der Lächerlichkeit preisgibt. Aber auch wenn einer käme, er hätte keine Chance: Er müsste sich, um in der heutigen Kulturszene Erfolg zu haben, sofort den Guten Werken verschreiben.
Leserbrief an die WZ
Man wünscht sich einen neuen Moliere, der sie der Lächerlichkeit preisgibt. Aber auch wenn einer käme, er hätte keine Chance: Er müsste sich, um in der heutigen Kulturszene Erfolg zu haben, sofort den Guten Werken verschreiben.
Leserbrief an die WZ
Freitag, 19. März 2010
FOREN
Die diversen User- und Leserforen bestehen aus einem Ozean von inhaltlichem und sprachlichem Dünnschiß, in dem nur gelegentlich kleine Bröcklein echter Information herumschwimmen. Es lohnt sich selten, darin zu fischen oder zu tauchen, man fühlt sich danach nur beschmutzt und bekommt den Gestank in der Nase nur schwer weg. Selten findet man Administratoren, die wirklich auf Netiqette achten, sie sind meistens vom selben Schlag wie die Autoren.
Was in den technischen bzw. hobby-orientierten Userforen oft für Blödsinn verzapft wird, ist eigentlich eher zum Lachen. Da liefern sich z. B. CANONisten und NIKONisten heftige Schlachten, oft über Produkte, die noch gar nicht am Markt erhältlich sind.
Am schlimmsten sind die Leserforen von Tageszeitungen, da lassen einige Leute im Schutz der Anonymität echt die Sau raus, insofern ist es fast schon wieder interessant, weil es ein Blick hinter die gesellschaftliche Fassade ist. Da sind Ausdrücke wie "rotes" oder "schwarzes Pack" noch vergleichsweise vornehm. So würde es ausschauen, wenn wir in einem anderen politischen Umfeld leben würden.
Wirklich widerlich sind mir aber die agressiven Pazifisten. Aus ihrer Wortwahl und Brutalität schließe ich, daß sie bei den ersten wären, die unter geänderten politischen Umständen und mit Macht versehen, andere Menschen drangsalieren ( oder mehr) würden. Niemand ist so gefährlich wie ein Mensch, der sich auf der Seite der Guten sieht; er ist durch nichts und niemanden mehr angreifbar.
Sehr lehrreich waren die Äußerungen im Forum des "STANDARD" beim Tod von J. Haider.
Dazuauch : Piri-Piri: TUT GUT und Piripiri: FOREN & LOGEN
Was in den technischen bzw. hobby-orientierten Userforen oft für Blödsinn verzapft wird, ist eigentlich eher zum Lachen. Da liefern sich z. B. CANONisten und NIKONisten heftige Schlachten, oft über Produkte, die noch gar nicht am Markt erhältlich sind.
Am schlimmsten sind die Leserforen von Tageszeitungen, da lassen einige Leute im Schutz der Anonymität echt die Sau raus, insofern ist es fast schon wieder interessant, weil es ein Blick hinter die gesellschaftliche Fassade ist. Da sind Ausdrücke wie "rotes" oder "schwarzes Pack" noch vergleichsweise vornehm. So würde es ausschauen, wenn wir in einem anderen politischen Umfeld leben würden.
Wirklich widerlich sind mir aber die agressiven Pazifisten. Aus ihrer Wortwahl und Brutalität schließe ich, daß sie bei den ersten wären, die unter geänderten politischen Umständen und mit Macht versehen, andere Menschen drangsalieren ( oder mehr) würden. Niemand ist so gefährlich wie ein Mensch, der sich auf der Seite der Guten sieht; er ist durch nichts und niemanden mehr angreifbar.
Sehr lehrreich waren die Äußerungen im Forum des "STANDARD" beim Tod von J. Haider.
Dazuauch : Piri-Piri: TUT GUT und Piripiri: FOREN & LOGEN
Mittwoch, 3. März 2010
Empathie
Empathie hat Saison. Es ist süß und ehrenvoll, den ganzen Schmerz der Welt mit-zu-erleiden. In diesem Zusammenhang einige Beobachtungen, ohne daß ich einen kausalen Zusammenhang postulieren will.
- Es scheint, daß die Empathie stärker wird mit der Distanz zum Objekt.
- Häufig konnte ich beobachten, daß sie durchaus konform gehen kann mit rüder Behandlung der Nahestehenden, die man vielleicht als Teil seiner selbst sieht und spürt; vielleicht lieben die Empathiker insgeheim sich selbst nicht so sehr; aber lieben muss man ja.
- Gerne wird bei der tätigen Ausübung der Empathie auf die Ressourcen von anderen zurückgegriffen, besonders gerne auf jene von Partnern, ob diese die empathischen Gefühle teilen oder nicht.
- Die meisten beschränken sich auf Gute Worte und fordern von anderen die Guten Werke
- In der Öffentlichkeit ist es gang und gäbe, daß man unausgesprochen die Mithilfe von anderen für die Mildtätigkeit verlangt, die man selber gerne ausüben will.
- Soweit gut, wenn man selber auch was dazu beiträgt und nicht nur die anderen in die Pflicht nimmt.
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