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Mittwoch, 1. Juli 2015

Thielemann zu PEGIDA



Weil das linke Feuilleton Thielemann wieder einmal ins rechte Eck stellt, da er es nicht lassen konnte, sich politisch - oder besser gesellschaftspolitisch - zu äußern, habe ich nach dem Text gesucht. Ich möchte wirklich wissen, was dabei zu inkriminieren ist:



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Falls der Link nicht aufgeht:




Freitag, 4. Oktober 2013

Nächstenliebe je nach Definition und Gusto

Der "Knackpunkt" in der Beziehung SPÖ-FPÖ ist die unterschiedliche Einstellung zu  Ausländer-, Migrations, Asyl- und Rassismusfragen, also im Wesentlichen eine Frage der Moral. Das verwundert einerseits, ist doch Moral - außer als Vorwand - normalerweise keine politische Kategorie; andererseits erstaunt es auch wieder nicht, hat sich doch der moderne Katalog der moralischen Todsünden auf die Politische Korrektheit bei den o. e. Themen reduziert - sprich: Man kann privatim so unmoralisch sein, wie es einem beliebt, wenn man sich nur in der Öffentlichkeit mit der "richtigen" Einstellung präsentiert.

und finden nicht zueinander,weil sie sich nicht über den Radius der einigen können.

Samstag, 5. Januar 2013

Chili con carne

Wer sich heute in einem Durchschnittsrestaurant eine "Chili con carne" bestellt, kann mit ziemlicher Sicherheit damit rechnen, dass ihm eine geschmacklich undefinierbare Bohnenpampe aufgetischt wird, die mit Chili nichts mehr zu tun hat - warum wohl?

Nun, die große Masse der Leute folgt der medial verbreiteten Meinung, dass "scharf" ungesund sei und Wirte sowie  Köche trauen sich ganz einfach nicht, ein ordentliches Chili zu servieren - aus Angst vor den üblichen Beschwerdeführern. So werden wir tagtäglich von den Durchschnittsgeschmacksaktivisten terrorisiert- genauso wie von den Gläubigen der Politischen Korrektheit, der Klimawandel-Religion etc. Zum Schluss weiß dann niemand mehr, wie ein wirkliches "Chili" schmeckt und das Original wird zum Exoten.

Parallele zum modernen Theater: Man serviert die alten Stücke  dem modernen Geschmack angepasst, lässt dabei aber die originalen "Gewürze" weg - und das Ergebnis wird von allen jenen beklatscht, die niemals den ursprünglichen Geschmack kennengelernt haben. Beispiel: Erst kürzlich wieder einmal ein Tschechow im Burgtheater (Onkel Wanja). Herausragende Einzelleistungen von Schauspielern (Voss, Ofczarek,  Orth) in einem total falschen Ambiente. Warum sich die Damen in den Arzt Astrow verlieben sollten, der von "Star" Michael Maertens in gewohnter Schlaffi-Manier (und Maertens-Manierismus) dargestellt wird, bleibt völlig  schleierhaft. Und Ofczarek ist für Wanja deutlich zu jung.

Warum serviert man solche Stücke überhaupt? - Aber in der Literatur kann ich wenigstens noch das Original lesen - Geschmackserlebnis lassen sich leider nicht mehr restaurieren!
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 P. S.: Warum treibt niemand Hr. Maertens seinen Hamburger Slang aus? Ich kann das hanseatische "aj" nicht mehr hören - ich meine, in unseren Theatern.

Ich finde es unfair: Ein Tiroler, der zum Theater will, muss seine Guttural-Laute ausmerzen, ein Hamburger, der am Burgtheater Star-Status genießt, darf seine hanseatische Vokal-Färbung beibehalten!?
Hört die jetzige Generation den Unterschied gar nicht mehr - oder hält sie es womöglich schon für Burgtheaterdeutsch?

Samstag, 11. April 2009

Hauptsache Politisch korrekt

Öffentliche ("politische") Korrektheit ist der beliebteste Persilschein für private Schweinerei - oder wie ich es anderer Stelle ausdrückte, das Navi für Leute, denen es zu mühsam ist, die Karten der Moral zu lesen.
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".... Ich meinerseits stand verständnislos vor dem Phänomen jener Pädagogen und Philosophen, die große Theorien über das Zusammenleben entwickelten, sich auch noch dem Thema des Friedens zuwendeten und in der näheren und weiteren Umgebung, in vielen Ländern der Welt Bösewichter und Unruhestifter ausmachten und anprangerten, die aber dort, wo sie selbst lebten und zu bestimmen hatten, nichts als Unfrieden hinterließen, weil sie sich zu keiner Spur von Treue bereit finden wollten, wodurch sie sich in ihrer »Selbstverwirklichung« eingeschränkt empfunden hätten. Wirklich verwirklicht haben sie aber nur das Unheil jener, die das Unglück hatten, ihnen zu begegnen und zu vertrauen."

Aus: Alois Brandstetter, Die Burg.
                Ich möchte auch noch hinzufügen: "jener....Philosophen, Soziologen, Journalisten, die....".
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"Ich bin auch ohne die zehn Gebote kein Spitzbube und brauche dieselben nicht sofort bei der Hand zu haben, wie jene, die ihrer Sache nicht so ganz sicher sind."

Daniel Spitzer
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Siehe auch:
Geachtet werden Menschen nur, 
Die sauber halten Haus und Flur, 
Denn Glanz und Ordnung müssen sein, 
Auch wenn man privatim ein Schwein.