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Samstag, 28. Januar 2023

Komfortabler Humanismus

"Humanismus, ein sogenannter Humanismus: ein komfortabler"; plumpe Gewalt, aus der plumpe Philosophien gemacht worden sind; Verirrungen, die sich revolutionär nennen, mit ıhrem subtileren galligen, teuflisch schlau dosierten Haß, der wegen seiner Abgefeimtheit weit schwerer zu erkennen ist als die Dummheit der reaktionären Rohlinge, all das, was man uns einträufelt, was ın uns eındringt, was wir von uns geben, und was wieder auf uns zurückfällt, was wir aufbauen und zum Monument erheben, all das nennt sich Kultur. 

Eugene Ionesco 

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Das ist die Art Humanismus, wie ihn manche Zeitungen gerne pflegen, z. B in Österreich der KURIER! Kostet nix und macht einen schlanken Fuß!

Und für den STANDARD trifft Folgendes zu: "subtiler galliger, teuflisch schlau dosierter Haß", der sich in Häme kleidet, im STANDARD-Forum oft nicht einmal das. Aber den Kolumnisten Hans Rauscher (rau) als Hämeprediger zu bezeichnen, ist nicht erlaubt.

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Nicht das Predigen der Humanität, sondern das Tun hat Wert. Desto schlimmer, wenn man viel spricht und wenig tut.

 Seume, Spaziergang nach Syrakus

Montag, 18. Januar 2021

Würstelmeinungen

 Wenn man von den Medien am laufenden Band die absonderlichsten Meinungsabsonderungen vorgesetzt und  dazu in rauhen Mengen Kren und Senf auf den Teller gedrückt bekommt, so tut es gut, wenn man wenigstens ab und zu in seriösen Printpresse eine geniessbare Wurst dazu serviert wird. KURIER und PRESSE zähle ich übrigens nicht mehr dazu; und um den seriösen STANDARD zu lesen muss man eine Rot-Grün-Blindheit haben.

Dass der Kanzler infolge seiner Jugend noch kein Weltmeister im Kompromisse-Schließen ist, sollte man ihm nicht vorwerfen. Wichtig ist, dass er dazu lernt. Das fällt ihm sichtlich nicht leicht, aber er tut es. Man kann nicht verlangen, dass er schon die Reife und Abgeklärtheit eines "alten Hasen" hat. Hauptsache ist momentan, dass er dort, wo es notwendig ist, rasch Entscheidungen trifft. Dass die im Nachhinein sich nicht immer als richtig herausstellen, liegt in der gandenlosen Natur der Sache, des Virus COVID-19!

Samstag, 19. Januar 2013

Rathkolbismus

O. Rathkolb hat wieder zugeschlagen, diesmal im KURIER: Er hat in alten Zeitungen "entdeckt", dass die Wr. Philharmoniker in der Nazizeit Seyß-Inquart geehrt haben. Na sowas!
Was sind das nur für Historiker, deren "Forschung" im Durchkämmen alter Zeitungen nach kompromittierenden Meldungen besteht; freilich, ihr Aus- und Fortkommen ist damit auf lange Zeit gesichert. Ich darf dazu den - hoffentlich unverdächtigen - Sebastian Haffner nochmals zitieren:
"Wer die Vergangenheit an den Maßstäben der Gegenwart mißt, zeigt nur seinen Mangel an historischem Sinn". 
Nicht, dass man solche "Forschungsergebnisse" verschweigen sollte, aber gleich auf die Titelseite des KURIER? Da fragt man sich doch: "Wem nützt das" - außer der Inseratenabteilung?
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Interessant die fast durchwegs deutlich(st) ablehnenden Leserkommentare im Online-Forum. Der Thread wurde dann auch bald abgedreht.
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Neueste Entwicklung: Jetzt spricht man schon von Restitutionen (WZ vom 25.1.12). Das also ist des Pudels Kern - oder soll man sagen: Die Katze ist aus dem Sack! Nicht der Wissenschaft dienen die Schnüffeleien, sondern handfestem Ertrags-Streben!
Zitat aus der WZ: "...es gibt Defizite..." - aus denen man gerne Benefits machen möchte - klar!