Samstag, 23. Juni 2018

Worte und Sinn

"Bald darauf kam die Rede auf Hegel, und ich behauptete er habe großentheils Unsinn geschrieben oder wenigstens wären viele Stellen seiner Schriften solche, wo der Autor die Worte setzt, und der Leser den Sinn setzen soll."
A. Schopenhauer

Diese Stelle hätte Wolf Schneider Freude gemacht, aber vielleicht hat er sie eh gekannt. Eine klassische Formulierung über die "dunklen" Autoren.

Die Philosophie muss als Arzeneimittel wirken.

Immanuel Kant:

Und billiger als Psychotherapeuten ist sie allemal....
Hier wie dort muss man natürlich auf die Dispensatorien und ihre Lieferanten acht geben.

Donnerstag, 14. Juni 2018

Zum Theater

Es gibt Regisseure, die nicht eigentlich ein Stück, sondern ihren Kommentar zum Stück inszenieren.
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Es ist heute nicht aktuell, beim Theater von Verzauberung zu reden. Das Theater scheint entzaubert zu sein. Über ein Publikum oder gar über einen Kritiker, der noch die Naivität aufbringt, sich vom Theater verzaubern zu lassen, wird gelächelt. Sogar vom Schauspieler wird verlangt, sich nicht mit seiner Rolle zu identifizieren, er hat als deren gesellschaftskritischer Interpret gleichsam neben sich selber auf der Bühne zu stehen, verdoppelt sozusagen (wie macht man das?). Das Theater scheint durchschaubar geworden zu sein, intellektuell bewältigt, kapiert. Die heutige Kritik vieler Gazetten ist restlos im Bilde: Sie ist eine Ideologie. Stil- oder marxgläubig.
F. Dürrenmatt


Samstag, 9. Juni 2018

Gutestun

Öffentlich Gutestun ist das beste Geschäftsmodell überhaupt, weil unangreifbar.

https://kumpfus.blogspot.com/2008/01/tut-gutes.html

Mittwoch, 6. Juni 2018

Literaturkirche

" ...in diesen Kreisen scheint mir die Literaturwissenschaft größer als die Schriftstellerei geworden zu sein, die ihr zugrunde liegt, ja, ich möchte eigentlich vorschlagen, wäre ich Literaturkritiker, die Literatur endlich fallen zu lassen, um zur Literaturwissenschaft an sich zu kommen."
F. Dürrenmatt 

Verzichtbar


Unter der Überschrift: "Was ich in Deutschland nicht mehr sehen möchte...."

vermerkte in der Zwischenkriegszeit Anton Kuh neben 8 anderen Punkten:
6. Tanzproduktionen mit Weltanschauung 
Nun, ich möchte das auf heutige Theater- und Opernproduktionen ausweiten.

Wurscht

„Die Chinesen haben Yin und Yang, wir haben Yin und Yang und wurscht“
Alfred Dorfer zum österreichischen "Nationalcharakter"....



....erinnert an die "immer gegebene dritte Möglichkeit" bei P. Watzlawick.
Tertium datur. 

Montag, 4. Juni 2018

Letztes Wort

"Es sollte ein biblisches Wort geben, das es leider nicht gibt und das da lauten müßte: Wehe dem, der das letzte Wort hat . . . "

Anton Kuh