Politische, kulturelle und politische Kommentare ; literarische Kletzen. Motto: Prudenter dubitare!
Samstag, 25. Juli 2015
Ein bißchen Philosophie...
spruch; es ist dem Menschen unmöglich, aus sich heraus
zu gehen. Wenn wir glauben, wir sehen Gegenstände, so
sehen wir bloß uns. Wir können von nichts in der Welt
etwas eigentlich erkennen, als uns selbst, und die Verän-
derungen, die in uns vorgehen. Ebenso können wir un-
möglich für andere fühlen, wie man zu sagen pflegt; wir
fühlen nur für uns. Der Satz klingt hart, er ist es aber
nicht, wenn er nur recht verstanden wird. Man liebt we-
der Vater, noch Mutter, noch Frau, noch Kind, sondern
die angenehmen Empfindungen, die sie uns machen; es
schmeichelt immer etwas unserem Stolze und unserer
Eigenliebe. Es ist gar nicht anders möglich, und wer den
Satz leugnet, muß ihn nicht verstehen. .....
Aus nichts leuchtet, glaube ich, des Menschen höherer Geist
so stark hervor, als daraus, daß er sogar den Betrug ausfindig
zu machen weiß, den ihm gleichsam die Natur spielen wollte.
Nur bleibt die Frage übrig: wer hat recht, der,
welcher glaubt, er werde betrogen, oder der es nicht glaubt?
Unstreitig hat der recht,
der glaubt, er werde nicht betrogen. Aber das glauben
auch beide Parteien nicht, daß sie betrogen werden. So-
bald ich es weiß, so ist es kein Betrug mehr.
........
Ich glaube doch nun auch wirklich, daß die Frage,
ob die Gegenstände außer uns objektive Realität haben,
keinen vernünftigen Sinn hat. Wir sind unserer Natur
nach genötigt, von gewissen Gegenständen unserer
Empfindung zu sagen, sie befänden sich außer uns; wir
können nicht anders. - Die Frage ist fast so töricht, als
die: ob die blaue Farbe wirklich blau sei. Wir können un-
möglich über die Frage hinausgehen. Ich sage, die Dinge
sind außer mir, weil ich sie so ansehen muß, es mag
übrigens mit jenem außer mir sein eine Beschaffen-
heit haben, welche es will; darüber können wir nicht
richten."
G.Chr. Lichtenberg
Freitag, 24. Juli 2015
Strafing
Schwer ist er auf jeden Fall und auch gefährlich, denn die vorwiegend linksdrehenden Medien, allen voran der ORF, haben die Meinungs-Lufthoheit und knallen jeden erbarmungslos ab, der sich aus der Deckung wagt.
("Strafing" ist der militärische Fachausdruck für Tieffliegerbeschuss)
Donnerstag, 23. Juli 2015
Paradies
Dienstag, 21. Juli 2015
Nichtsein
A.Lernet-Holenia
Die wenigsten Menschen haben wohl recht
über den Wert des Nichtseins gehörig nachgedacht. Unter Nichtsein nach dem Tode
stelle ich mir den Zustand vor, in dem ich mich befand, ehe ich geboren ward.
Es ist eigentlich nicht Apathie, denn die kann noch gefühlt werden, sondern es
ist gar nichts. Gerate ich in diesen Zustand - wiewohl hier die Wörter ich und
Zustand gar nicht mehr passen -, es ist, glaube ich, etwas, das dem ewigen
Leben völlig das Gleichgewicht hält. Sein und Nichtsein stehen einander, wenn
von empfindenden Wesen die Rede ist, nicht entgegen, sondern Nichtsein und
höchste Glückseligkeit. Ich glaube, man befindet sich gleich wohl, in welchem
von beiden Zuständen man ist. Sein und abwarten, seiner Vernunft gemäß handeln
ist unsere Pflicht, da wir das Ganze nicht übersehen.
Samstag, 18. Juli 2015
Ein warmer Sommernachmittag...
https://schusterelf.wordpress.com/2015/07/03/ein-warmer-sommernachmittag-eis-und-viele-liebe-leut/
Eine tolle Idee und gelungene Durchführung von meinem Freund SK, anläßlich unseres (fast) gleichen Geburtstages.
Freitag, 17. Juli 2015
Iran-Deal
Donnerstag, 16. Juli 2015
Die Griechen
"Am korrektesten wäre es vielleicht, von einer konstítutionellen Amoralität der Griechen zu reden. ››Die Frömmigkeit«,sagt Oedipus bei Sophokles zu Theseus, »habe ich auf derWelt nirgends wie bei euch gefunden und die milde Denk-art und das Meiden der Lüge«; ob damit nur alte Zustände gemeint sein sollen oder die Gegenwart: jedenfalls enthalten diese Worte eine vollendete Anticharakteristik der Athener und der Griechen überhaupt und zugleich eine unfreiwillige Selbstcharakteristik, indem sie zeigen, wie sehr es ihnen an Erkenntnis des eigenen Wesens und Unwesens gefehlt hat. Im ganzen Altertum, das in diesen Dingen nicht sehr rigoros war, war ihre Streitsucht und Schmähsucht, Habgier und Bestechlichkeit, Eitelkeit und Ruhmredigkeit, Faulheit und Leichtfertigkeit, Rachsucht und Perfidie, Scheelsucht und Schadenfreude berüchtigt und sprichwörtlich. Besonders stark entwickelt aber war ihre Lügenhaftigkeit und ihre Grausamkeit. ... Plato klagt, daß bei jedem Prozeß mindestens ein Meineid geleistet werde, da beide Parteien bereit seien zu schwören, und selbst Zeus, der erhabenste der Götter,schwört zahlreiche Meineide. "Nun, der gute Friedell ist mit seinen Urteilen manchmal etwas gar harsch, aber ein Schmunzeln kann man nicht unterdrücken.
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Donnerstag, 9. Juli 2015
Hitze im Hirn
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Leider muss man heutzutage noch extra und feierlich feststellen, dass man selbstverständlich jedem (echten) Flüchtling ein ordentliches Quartier wünscht und zwar, sobald es irgend geht.