(Auszug aus einem Artikel von Andreas Khol in der Presse vom 1.12.2007)
....Die Fragen, die ich mir immer wieder stelle: Wie konnte aus dem „Volk der Dichter und Denker" ein so grausamer, vom Volk bis zum Schluss durchgetragener blutrünstiger Verbrecherstaat werden? Wo wäre ich wohl gestanden: am Heldenplatz oder am Stephansplatz? ... Aus den neueren historischen Forschungen wird die Antwort auf die erste Frage klarer.
Die zweite Frage ist eine Prüfung, der sich jeder unterziehen sollte. Die verbreitete Selbstgerechtigkeit der Enkelgeneration ist da völlig fehl am Platz, ja sogar ärgerlich.
"Immer am lautesten hat sich der Unversuchte entrüstet", so Werner Bergengruen.
Heute, da wir den Gang der Geschichte, die Verbrechen und Unmenschlichkeiten kennen, sieht sich jeder bei den Guten, den Gerechten. Aber was wussten, was konnten die Menschen 1938 und bis zum Ende des Krieges in Radio und Zeitung erfahren?
...
Piri-Piri: HEIKLES
Politische, kulturelle und politische Kommentare ; literarische Kletzen. Motto: Prudenter dubitare!
Sonntag, 2. Dezember 2007
Samstag, 1. Dezember 2007
Gut und Schlecht
Neuerdings wird wieder viel Tinte verspritzt, um Äußerungen zu widerlegen, daß dies oder jenes im 3. Reich auch gut gewesen sei....
Ich halte das für realitätsfernen Unsinn, weil es nach meiner Überzeugung nichts Böses auf der Welt gibt, das nicht auch in irgendeiner Form Gutes enthält oder bewirkt. Wirklich 100%ig böse ist nur der Teufel, wenn man an ihn glaubt, aber selbst jene Menschen, die ihm am nächsten kommen, können es nicht vermeiden, dass irgendetwas an ihrem Tun irgendjemandem auch zum Guten ausschlägt.
Wenn also jemand sagt, dies oder das war unter Hitler gut, so kommt es doch nur darauf an, welche Schlüsse der Einzelne daraus zieht. Gerade von Journalisten und Politikern lasse ich mich nicht gern bevormunden oder mir unterstellen, ich würde deswegen den Nationalsozialismus gutheißen.
Aber Differenzierung ist in der Öffentlichen Meinung nicht lebensfähig.
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Das Nicht-Vergessen lässt sich weder befehlen noch erzwingen - im Gegenteil: Forcieren bewirkt das Gegenteil.
Piripiri: Nathan
Ich halte das für realitätsfernen Unsinn, weil es nach meiner Überzeugung nichts Böses auf der Welt gibt, das nicht auch in irgendeiner Form Gutes enthält oder bewirkt. Wirklich 100%ig böse ist nur der Teufel, wenn man an ihn glaubt, aber selbst jene Menschen, die ihm am nächsten kommen, können es nicht vermeiden, dass irgendetwas an ihrem Tun irgendjemandem auch zum Guten ausschlägt.
Wenn also jemand sagt, dies oder das war unter Hitler gut, so kommt es doch nur darauf an, welche Schlüsse der Einzelne daraus zieht. Gerade von Journalisten und Politikern lasse ich mich nicht gern bevormunden oder mir unterstellen, ich würde deswegen den Nationalsozialismus gutheißen.
Aber Differenzierung ist in der Öffentlichen Meinung nicht lebensfähig.
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Das Nicht-Vergessen lässt sich weder befehlen noch erzwingen - im Gegenteil: Forcieren bewirkt das Gegenteil.
Piripiri: Nathan
Wiener Zeitung
Im "Organ der Republik Österreich" schreibt Hr. Dr. Andreas Unterberger sein "Tagebuch" und mißbraucht diese vom Staat stark subventionierte Zeitung als privaten Schießkeller, in dem er alles auf's Korn nimmt, was seinen stramm bürgerlich-konservativen-wirtschaftshörigen Ansichten zuwider ist. Natürlich wurde er von Schüssel dort installiert....
Dabei bin ich inhaltlich sogar mit vielem einverstanden, was er schreibt - aber diesen Stil der pointierten Hartgesottenheit kann ich nicht goutieren.
Er erinnert mich stark an die Äußerungen von Studenten der Wirtschaftsuni Anfang der 60 (als sie noch "HS für Welthandel" hieß); irgendein Professor muß dort sein Unwesen getrieben haben, der extrem neoliberale Ansichten verzapfte, als es diesen Begriff noch gar nicht gab.
Ebenfalls aufgefallen ist mir der Kultur-Redakteur Edwin Baumgartner. Ich weiß nicht, ob er mit dem Komponisten desselben Namens identisch ist, aber wahrscheinlich ist er auch derselbe, der sich im "Tamino-Klassikforum" mit dem Verbal-Flammenwerfer als Herostrat gebärdet; nach seinen dortigen Äußerungen hat z.B. Doderer nur Unsinn geschrieben....
Dabei bin ich inhaltlich sogar mit vielem einverstanden, was er schreibt - aber diesen Stil der pointierten Hartgesottenheit kann ich nicht goutieren.
Er erinnert mich stark an die Äußerungen von Studenten der Wirtschaftsuni Anfang der 60 (als sie noch "HS für Welthandel" hieß); irgendein Professor muß dort sein Unwesen getrieben haben, der extrem neoliberale Ansichten verzapfte, als es diesen Begriff noch gar nicht gab.
Ebenfalls aufgefallen ist mir der Kultur-Redakteur Edwin Baumgartner. Ich weiß nicht, ob er mit dem Komponisten desselben Namens identisch ist, aber wahrscheinlich ist er auch derselbe, der sich im "Tamino-Klassikforum" mit dem Verbal-Flammenwerfer als Herostrat gebärdet; nach seinen dortigen Äußerungen hat z.B. Doderer nur Unsinn geschrieben....
Lügen
Wer behauptet, daß Politiker und Journalisten lügen, sagt nicht die Wahrheit; die Wahrheit ist, dass sie nicht die ganze Wahrheit sagen, sondern nur auf gewissen - meist unleugbaren - Tatsachen aufbauen, diese aber in ihrem Sinne verfälschen, indem sie weglassen und hinzufügen - je nach Interesse.
Beispiel: Wenn von Privatisierung die Rede ist oder wenn diese angestrebt werden soll, wird behauptet, dass dadurch die Kosten minimiert und die Leistung maximiert wird. Die Wahrheit ist: Das kann eintreten, muß aber nicht und tritt auch in den seltensten Fällen ein, vor allem nicht, wenn man es von seiten der Konsumenten betrachtet: Die eingesparten Kosten kommen den Betreibern zugute und der Kunde bekommt deutlich schlechtere Leistung.
Oder: Die Bahn erhöht ihre Preise um - sagen wir: 1,5 %. Das ist aber nur die Berechnungsgrundlage. Da hier "unrunde" Beträge herauskommen und man ja nicht abrunden kann, "muss" aufgerundet werden, wodurch dann bei kleineren Beträgen der %-Satz schon mal auf 2% oder mehr rutscht.
Gelogen also? Nein, aber ist eben auch nicht die Wahrheit. Unsere ganze Politik und Wirtschaft ist voll mit diesen Schummeleien - und es stört die meisten Menschen auch nicht.
Siehe auch die "kräftige" Pensionserhöhung (O-Ton SPÖ), da kommt am Ende wohl für wenige netto mehr als 1 (ein) lächerliches Prozent heraus.
"Prozent" und "Durchschnitt" sind die beliebtesten Lügen-Instrumente, denn wer fragt schon nach Bezugswert?
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Die Wahrheit ist , daß die Wahrheit niemanden interessiert.------
Die Wahrheit dient niemandem, und so ist sie auch niemandem zunutze.
Beispiel: Wenn von Privatisierung die Rede ist oder wenn diese angestrebt werden soll, wird behauptet, dass dadurch die Kosten minimiert und die Leistung maximiert wird. Die Wahrheit ist: Das kann eintreten, muß aber nicht und tritt auch in den seltensten Fällen ein, vor allem nicht, wenn man es von seiten der Konsumenten betrachtet: Die eingesparten Kosten kommen den Betreibern zugute und der Kunde bekommt deutlich schlechtere Leistung.
Oder: Die Bahn erhöht ihre Preise um - sagen wir: 1,5 %. Das ist aber nur die Berechnungsgrundlage. Da hier "unrunde" Beträge herauskommen und man ja nicht abrunden kann, "muss" aufgerundet werden, wodurch dann bei kleineren Beträgen der %-Satz schon mal auf 2% oder mehr rutscht.
Gelogen also? Nein, aber ist eben auch nicht die Wahrheit. Unsere ganze Politik und Wirtschaft ist voll mit diesen Schummeleien - und es stört die meisten Menschen auch nicht.
Siehe auch die "kräftige" Pensionserhöhung (O-Ton SPÖ), da kommt am Ende wohl für wenige netto mehr als 1 (ein) lächerliches Prozent heraus.
"Prozent" und "Durchschnitt" sind die beliebtesten Lügen-Instrumente, denn wer fragt schon nach Bezugswert?
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Die Wahrheit ist , daß die Wahrheit niemanden interessiert.------
Die Wahrheit dient niemandem, und so ist sie auch niemandem zunutze.
Mittwoch, 14. November 2007
Pensionsexperten
Ach ja, die Pensionsexperten: Sie können jede Gleichung lösen, aber keine Zusammenhänge erkennen, sie berechnen die Zukunft, sehen sie aber nicht. Und das alles risikolos, weil selbst wohlversorgt.
Donnerstag, 8. November 2007
Rumpelstilz
In einem kleinen Haus im Wald wohnt ein Männchen, das nachts um ein Feuer tanzt und singt:
„Heute back ich, morgen brau ich,
übermorgen hol ich der Königin ihr Kind;
ach, wie gut dass niemand weiß,
dass ich Rumpelstilzchen heiß!“
Das erinnert mich an Exkanzler W. Schüssel, wie er sich im Hintergrund der Korrektur des letzten Wahlergebnisses widmet.
„Heute back ich, morgen brau ich,
übermorgen hol ich der Königin ihr Kind;
ach, wie gut dass niemand weiß,
dass ich Rumpelstilzchen heiß!“
Das erinnert mich an Exkanzler W. Schüssel, wie er sich im Hintergrund der Korrektur des letzten Wahlergebnisses widmet.
Gute Menschen
Was unterscheidet einen guten Menschen von einem Gutmenschen? Ersterer ist auch gut zu den Menschen, die nicht seiner Meinung sind.
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Zitat Donna Leon:
"Ihm genügte es, ... nur schon Gutes zu denken, um sich selbst als feinen interessanten Menschen zu empfinden. Er brauchte das Gute nur zu wollen, dann war er schon mehr als überzeugt davon, daß eben dies ihn zu einem unvorstellbar wertvollen, ja faszinierenden Menschen machte."
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Zitat Donna Leon:
"Ihm genügte es, ... nur schon Gutes zu denken, um sich selbst als feinen interessanten Menschen zu empfinden. Er brauchte das Gute nur zu wollen, dann war er schon mehr als überzeugt davon, daß eben dies ihn zu einem unvorstellbar wertvollen, ja faszinierenden Menschen machte."
Dienstag, 23. Oktober 2007
Klimawandel IV
Die Bewegung "Klimawandel" zeigt alle Merkmale einer neuen Religion: Bei "Strafe des Himmels" in Zukunft muß man alle Äußerungen der Propheten glauben, sich in der Gegenwart schön linientreu verhalten, sonst wird man hier und heute kaltgestellt oder verbellt.
Und für viele "Priester" ist das eine wunderbare Gelegenheit, sich öffentlich bemerkbar (und wichtig) zu machen. Die alten Religionen führen ja in Europa zunehmend ein Nischendasein, außer wenn ein ganzes Land Papst wird oder ein religiöses Groß-Ereignis "news"-verwertbar ist. Selbst die PC-Gutmensch-Antifa-Holocaust-Selbststilisierungs-Masche hat ja mittlerweile wegen allgemeiner Überstrapazierung stark an öffentlicher Attraktivität und Verwertbarkeit eingebüßt.
Damit eines klar ist: Nicht die Tatsache des Klimawandels bestreite ich, sondern die edlen Absichten der falschen Propheten mit ihren allzu durchsichtigen Katastropenszenarien. Grundverdächtig ist ja ohnehin, dass so viele Mächtige (Politiker&Publizisten) auf diesen Zug aufspringen - einerseits ist da was zu holen (Aufmerksamkeit und viel Geld), aber vor allem läßt sich mit der Klimakeule herrlich Macht auf die Menschen ausüben - genauso, wie es die kirchlichen Hierarchien immer schon gemacht haben. Und so schließt sich der Kreis.
Und für viele "Priester" ist das eine wunderbare Gelegenheit, sich öffentlich bemerkbar (und wichtig) zu machen. Die alten Religionen führen ja in Europa zunehmend ein Nischendasein, außer wenn ein ganzes Land Papst wird oder ein religiöses Groß-Ereignis "news"-verwertbar ist. Selbst die PC-Gutmensch-Antifa-Holocaust-Selbststilisierungs-Masche hat ja mittlerweile wegen allgemeiner Überstrapazierung stark an öffentlicher Attraktivität und Verwertbarkeit eingebüßt.
Damit eines klar ist: Nicht die Tatsache des Klimawandels bestreite ich, sondern die edlen Absichten der falschen Propheten mit ihren allzu durchsichtigen Katastropenszenarien. Grundverdächtig ist ja ohnehin, dass so viele Mächtige (Politiker&Publizisten) auf diesen Zug aufspringen - einerseits ist da was zu holen (Aufmerksamkeit und viel Geld), aber vor allem läßt sich mit der Klimakeule herrlich Macht auf die Menschen ausüben - genauso, wie es die kirchlichen Hierarchien immer schon gemacht haben. Und so schließt sich der Kreis.
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