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Donnerstag, 4. April 2024

Trichtermethode

 Bisher hat man Regietheater in der Oper nur verstehen können, wenn man das Programmheft vorher gründlich durchstudierte...beim aktuellen Parsifal recht das offenbar nicht mehr aus: Man muss auch die Parsifal-Symposien besuchen >>> siehe Anlage! 


Montag, 25. März 2013

Salzburger Parsifal unter Thielemann

Zitat aus dem KURIER: "Diese Inszenierung besitzt keinen erkennbaren philosophischen Überbau".

Das - oder gar ein theologischer Überbau - fehlte mir noch am wenigsten. So was ist nur wichtig für Leute, die mit der Musik nicht wirklich was anfangen können - in der ja das alles drinsteckt, so man das will.  Eine dezente und unaufdringliche Bebilderung der "Story" würde mir schon genügen, ist aber heute Utopie.


Was Thielemann betrifft, so keimt in mir schön langsam der Verdacht, dass er sich nicht ganz ungern an solchen abwegigen Inszenierungen "beteiligt" - strahlt doch sein Stern dann umso heller!!! Das hätte er zwar nicht nötig, aber so sind halt Künstler. Die diffuse Stellungnahme zum Regietheater in seinem Buch bestärkt mich in diesem Verdacht. -

Und geht es nicht in Wagners Opern immer um Erlösung? Christian Thielemann wäre demnach der "Erlöser" von katastrophalen Inszenierungen.

Aber auch Altmeister Brian Large dürfte kein echter Fan dieser Inszenierung sein, sonst wäre seine Bildregie nicht so entlarvend und "meuchlerisch" ausgefallen.   (Gesehen in 3Sat am 23.3.2013)

Sonntag, 24. April 2011

Parsifal Ostern 2011

Am Gründonnerstag der obligate Parsifal in der StOp. Überraschung diesmal der Dirigent Ingo Metzmacher: Ich erwartete eine unterkühlte Interpretation a la Neue Musik, aber es kam ganz anders, nämlich sehr lebendig und ansprechend. Überragend außer F. Struckmann und auch Ch. Ventris v. a. Waltraud Meier, die auch nach der Vorstellung den Lotte-Lehmann-überreicht bekam - von Hr. Dir. Meyer persönlich.
Am MIttwoch, den 27.4. bin ich nochmals dort.

Montag, 5. April 2010

Parsifal 2010


Dirigent: Peter Schneider. Eine solide, aber nicht berauschende Aufführung. Interessant die "neue" Kundry, Petra Lang; gar nicht schrill wie sonst.
Inszenierung nach wie vor eine Katastrophe; habe meinen Platz mit schöner Sicht in Loge 9 mit einer alten Dame getauscht, welche dann allerdings etwas verstört war.....
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Natürlich kann man heute Parsifal nicht mehr so inszenieren wie weiland Wolfgang Wagner 1981...über diese Aufführung schrieb ein Kritiker:

"To call Wolfgang Wagner's production of Parsifal from 1981 intellectually stimulating would be an exaggeration.
Indeed, if you find any of Wolfgang Wagner's productions intellectually stimulating today, you belong to a minority. "
Wohl wahr, aber sie dient wenigstens dem Werk.
Außerdem: Ich wünsche nicht den Intellekt stimuliert, sondern das Gemüt. Der Intellekt sollte dabei nicht beleidigt werden.

Sonntag, 12. April 2009

Parsifal-09




Gestern also mein persönliches, alljährliches Parsi-festi-fal. Eine solide Aufführung unter Peter Schneider, sängerisch eigentlich besser als voriges Jahr unter Thielemann. Und doch: Da war noch etwas anderes, das die damalige Aufführung (die 2. und letzte) so einmalig machte. Ich glaube, es lag auch daran, daß Th. die Musiker, diese abgebrühten Herren, zu begeistern vermag wie kaum ein anderer - möglicherweise C. Kleiber anno dazumal.

Vielleicht hilft ein Beispiel:
Gegen Ende des 2. Aktes gibt es einige Violinsoli ("Diese Stimme") - Fr. Danielova hat diese mustergültig gespielt, voriges Jahr hat es Rainer Küchl wie einen Wahnsinns-Drahtseil-Akt hingelegt; in der ganzen Aufführung herrschte "erhöhte Temperatur" und zum Schluss war man erschlagen wie nach einem Fieberanfall. Thielemann umarmte damals nach dem letzten Takt den verdutzten Konzertmeister im Orchesterraum....
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Und natürlich wieder die ganz abscheuliche Mielitz-Regie, vor allem aber das Bühnenbild, für das der Ausstatter wohl einen Restposten sonst unabsetzbarer Tapeten beim Textil-Müller in Kritzendorf erworben hat.
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Übrigens wurde F. Struckmann durch T. Konieczny ersetzt, der sich wacker schlug.

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Antwort auf eine Kritik in der WZ:
Aus gezielter Häßlichkeit werden bei Ihrem Kritiker „logische, moderat entstaubte Bilder“, aus billig-poppigen Lichteffekten eine „Atmosphäre durch einfache, aber effektive Lichtregie“.
Immer deutlicher wird, dass wir das moderne Regietheater den Kritikern zu verdanken haben. Wenn ich daran denke, dass diese Herren auch noch gratis auf den besten Plätzen sitzen, während wir, das dumme, zu belehrende Publikum, schwer dafür bezahlen dürfen, dass man uns romantische Oper ohne Romantik „vor den Latz knalllt“.