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Dienstag, 5. Mai 2009

Rheingold 09 (Premiere)







Nun, das war ein recht schöner Abend , trotz eines Wotans, der nahe an der Indisposition war; wahrscheinlich hat J. Uusitalo seit der Walküre ein Premierentrauma. Musikalisch war sonst alles ziemlich perfekt, wie es bei Welser-Möst ja fast immer ist. Aber zuschauen darf man ihm nicht „bei der Arbeit“, er verzieht während des ganzen Stücks nicht eine Miene, da könnte einem die Stimmung vergehen. Die Musiker bemühten sich auch um Perfektion, schließlich ist er ihr zukünftiger Chef.

Aber es gibt eben Dirigenten mit dem bestimmten „Mehr“, bei dem die Damen und Herren im Graben auch mehr zu geben gewillt sind – und „da spielt dann die Musik“, wie man in Wien zu sagen pflegt. Immerhin: „Die Musik ist die Sprache der Leidenschaft“ (Richard Wagner).

Über die Szene kann ich natürlich nichts sagen, aber ich habe nicht das Gefühl, dass mir etwas entgangen ist – oder zumindest glaube ich nicht, dass eine gute Sicht auf die Bühne meinen Genuss gesteigert hätte...

Dienstag, 6. Januar 2009

Götterdämmerung zum 2.


Auch die Aufführung am 28.12. hat meinen Eindruck bestätigt: Mir wird nicht warm ums Herz, obwohl ich diesmal wirklich nicht von der Szene abgelenkt wurde. Applaudiert wurde trotzdem, auch bei Fr. Johansson, obwohl sie m. E. mehr schrie als sang.

Dazu eine Korrespondenz mit dem Musikkritiker des Kurier:

"sehr geehrter herr kumpfmüller!
vielen dank für ihr mail. ich freue mich, dass wir völlig einer meinung sind. ja, das mit dem "ring" sehe ich auch ganz ähnlich...
mit lieben grüßen und auf ein gutes 2009! "

Meine Mail an:
Gert Korentschnig Ressortleiter Kultur und Medien Stv. Chefredakteur

S.g. Hr. Korentschnig!
Ihre NJK-Kritik kann ich voll unterschreiben. Gestatten Sie mir aber eine kleine Verfremdung Ihrer Textpassage - Zitat: "Alles, was N.N. macht, ist nicht falsch. Aber was korrekt ist, muß nicht richtig sein. Es bleibt auf der Strecke, was den Zauber dieser Musik mitdefiniert: Das...." Romantische. Das sind genau die Worte, die ich für das Ring-Dirigat von Franz Welser-Möst gesucht, aber nicht gefunden habe.

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Nach Anhören meines Mitschnitts der Premiere muß ich sagen, daß ich vielleicht doch ein wenig ungerecht war. Ich glaube, es ist deswegen, weil F.W-M mich so an W. Schüssel erinnert.