Freitag, 27. April 2012

Gesetze

Wenn man hierzulande  - zumindest in Wien - im Stadtverkehr zwischen 2 Ampeln exakt 50 km/h fährt, oder sogar ein bißchen mehr, verpasst man die Grüne Welle. Analog kommt man im Privatleben nur glimpflich durch, wenn man es mit den Gesetzen nicht ganz genau nimmt. Wird man allerdings "erwischt", bekommt man gerade bei kleinen Delikten jene ganze Härte des Gesetzes zu spüren, die bei der Verfolgung und Ahndung der  groben Delikte so oft vermisst werden.
Eine kleine Unpünktlichkeit bei der Steuer - und man wird voll "gebüsst" (Schweizer Leihgabe ;=).
Ich glaube, es hat auch damit zu tun, dass sich dabei die Beamten weniger anstrengen müssen, um ihr Leistungssoll zu erreichen. Für die großen Fische sind sie nicht clever genug. Bosheit wird auch oft genug im Spiel sein und das Wissen, dass sich der "kleine Mann" nur schlecht wehren kann oder nur um den Preis weiterer Kosten.

Freitag, 20. April 2012

Antisemitismus...

...ist verwerflich, aber gleichzeitig auch unverzichtbar als immergrüner Reibebaum und wegen der notwendigen Bekämpfung ein immens nachhaltiges 'business-model'.

Sonntag, 15. April 2012

Undichter Ortner in der Wiener Zeitung

Gegen einen Artikel mit wüsten Beschimpfungen gegen G. Grass in der WZ von dem berüchtigten Kolumnisten Chr. Ortner:


DIeser Artikel ist nur durch einen geistigen Dammriss des Kolumnisten zu erklären. - Man kann durchaus gegen das Gedicht sein, aber solche Auslassungen schaden der Sache Israels mehr als dieses Gedicht. Leider ist er nicht der einzige, dem die Feder bei diesem Thema ausgekommen ist. 
So so - dummdreist sind also und Gedicht und Mann, weil sie ausdrücken, dass die Mehrheit der Bürger mehr Angst vor Israel als vor Iran haben. Sie wissen's halt nicht besser, aber dafür haben wir ja die Eliten. Für die ist wohl die Demokratie ganz was Schreckliches! Was tun, wenn das Volk den Meinungsführern nicht folgt? Dann ist allemal das Volk schuld, nicht wahr?
Als "dummdreist" und "undicht" im Sinne von "inkontinent" empfinde ich eher den Kolumnisten. War er es nicht, der unerschrocken für das Frühjahr den Zusammenbruch des Finanzsystems prophezeit hat. Nun, viel Zeit ist nicht mehr. Vielleicht wirft er sich deswegen nun auf politisch-historische Themen.

Samstag, 14. April 2012

Grass in der WZ


Dass es gerade der "Wiener Zeitung" passieren muss, den verfemten Grass nicht mehr rechtzeitig von der Titelseite des Wochenend-Magazins und aus dem Usedom-Artikel darin tilgen zu können!

Da werden sie aber ordentlich Wiedergutmachtung leisten müssen, in Form von willkürlich im Feuilleton oder auf der Integrationsseite plazierten Beiträgen über Judaica, durch Gratisinserate für jüdische Zeitschriften und Einrichtungen - also wie bisher, nur noch intensiver.

Donnerstag, 12. April 2012

Summa

Man muß ertragen lernen, was man nicht vermeiden kann.
Montaigne, Essais


Bei keinem Autor habe ich soviel "Wahrheiten" gefunden, die meinen eigenen Standpunkt wiedergeben und die ich selbst nicht gut formulieren kann.

Heilmittel

Ich hasse die Mittel, welche beschwerlicher sind als die Krankheit.
Montaigne, Essais

Dienstag, 10. April 2012

Killerargument

Was den Antisemiten das Schimpfwort "Jude", das ist den Israelfreunden das Wort "Antisemit": Ein selbsterklärendes Totschlag-Argument.

Montag, 9. April 2012

Parallele

Grass würde es nicht gerne hören, aber die ganze Aufregung um sein Israelgedicht erinnert mich an Thilo Sarrazin: Hier wie dort hat einer eine Meinung artikuliert, welche die eher unklaren Gedanken vieler, wahrscheinlich der meisten Bürger wiedergibt - und wird unverzüglich und unisono von den "Meinungsführern" niedergebrüllt.
Führer, die brüllen müssen, sind schlechte Führer. Wovor haben sie Angst?
Vor ihren "Untergebenen" oder ihren "Vorgesetzten", wahrscheinlich vor beiden.

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Oder verstehen sie sich ohnehin mehr als "Meinungsmacher"?
Das ist auch zeitgemäß, denn:


Alles, was ihr braucht zum Leben,
Kauft ihr fertig vom Regal.
Geradeso bezieht ihr eben
Auch Werte, Meinung und Moral.