Wenn man hierzulande - zumindest in Wien - im Stadtverkehr zwischen 2 Ampeln exakt 50 km/h fährt, oder sogar ein bißchen mehr, verpasst man die Grüne Welle. Analog kommt man im Privatleben nur glimpflich durch, wenn man es mit den Gesetzen nicht ganz genau nimmt. Wird man allerdings "erwischt", bekommt man gerade bei kleinen Delikten jene ganze Härte des Gesetzes zu spüren, die bei der Verfolgung und Ahndung der groben Delikte so oft vermisst werden.
Eine kleine Unpünktlichkeit bei der Steuer - und man wird voll "gebüsst" (Schweizer Leihgabe ;=).
Ich glaube, es hat auch damit zu tun, dass sich dabei die Beamten weniger anstrengen müssen, um ihr Leistungssoll zu erreichen. Für die großen Fische sind sie nicht clever genug. Bosheit wird auch oft genug im Spiel sein und das Wissen, dass sich der "kleine Mann" nur schlecht wehren kann oder nur um den Preis weiterer Kosten.
Politische, kulturelle und politische Kommentare ; literarische Kletzen. Motto: Prudenter dubitare!
Freitag, 27. April 2012
Freitag, 20. April 2012
Antisemitismus...
...ist verwerflich, aber gleichzeitig auch unverzichtbar als immergrüner Reibebaum und wegen der notwendigen Bekämpfung ein immens nachhaltiges 'business-model'.
Sonntag, 15. April 2012
Samstag, 14. April 2012
Grass in der WZ
Dass es gerade der "Wiener Zeitung" passieren muss, den verfemten Grass
nicht mehr rechtzeitig von der Titelseite des Wochenend-Magazins und aus dem Usedom-Artikel darin tilgen zu können!
Da werden sie aber ordentlich Wiedergutmachtung leisten
müssen, in Form von willkürlich im Feuilleton oder auf der Integrationsseite plazierten Beiträgen über Judaica, durch Gratisinserate für jüdische Zeitschriften und Einrichtungen - also wie bisher, nur noch intensiver.
Donnerstag, 12. April 2012
Summa
Man muß ertragen lernen, was man nicht vermeiden kann.
Montaigne, Essais
Bei keinem Autor habe ich soviel "Wahrheiten" gefunden, die meinen eigenen Standpunkt wiedergeben und die ich selbst nicht gut formulieren kann.
Montaigne, Essais
Bei keinem Autor habe ich soviel "Wahrheiten" gefunden, die meinen eigenen Standpunkt wiedergeben und die ich selbst nicht gut formulieren kann.
Dienstag, 10. April 2012
Killerargument
Was den Antisemiten das Schimpfwort "Jude", das ist den Israelfreunden das Wort "Antisemit": Ein selbsterklärendes Totschlag-Argument.
Montag, 9. April 2012
Parallele
Grass würde es nicht gerne hören, aber die ganze Aufregung um sein Israelgedicht erinnert mich an Thilo Sarrazin: Hier wie dort hat einer eine Meinung artikuliert, welche die eher unklaren Gedanken vieler, wahrscheinlich der meisten Bürger wiedergibt - und wird unverzüglich und unisono von den "Meinungsführern" niedergebrüllt.
Führer, die brüllen müssen, sind schlechte Führer. Wovor haben sie Angst?
Vor ihren "Untergebenen" oder ihren "Vorgesetzten", wahrscheinlich vor beiden.
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Oder verstehen sie sich ohnehin mehr als "Meinungsmacher"?
Das ist auch zeitgemäß, denn:
Führer, die brüllen müssen, sind schlechte Führer. Wovor haben sie Angst?
Vor ihren "Untergebenen" oder ihren "Vorgesetzten", wahrscheinlich vor beiden.
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Oder verstehen sie sich ohnehin mehr als "Meinungsmacher"?
Das ist auch zeitgemäß, denn:
Alles, was ihr braucht zum Leben,
Kauft ihr fertig vom Regal.
Geradeso bezieht ihr eben
Auch Werte, Meinung und Moral.
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So so - dummdreist sind also und Gedicht und Mann, weil sie ausdrücken, dass die Mehrheit der Bürger mehr Angst vor Israel als vor Iran haben. Sie wissen's halt nicht besser, aber dafür haben wir ja die Eliten. Für die ist wohl die Demokratie ganz was Schreckliches! Was tun, wenn das Volk den Meinungsführern nicht folgt? Dann ist allemal das Volk schuld, nicht wahr?
Als "dummdreist" und "undicht" im Sinne von "inkontinent" empfinde ich eher den Kolumnisten. War er es nicht, der unerschrocken für das Frühjahr den Zusammenbruch des Finanzsystems prophezeit hat. Nun, viel Zeit ist nicht mehr. Vielleicht wirft er sich deswegen nun auf politisch-historische Themen.