Politische, kulturelle und politische Kommentare ; literarische Kletzen. Motto: Prudenter dubitare!
Samstag, 7. Dezember 2013
Obama und die NSA
Laut STERN sagte Obama:
"...aber alles in allem macht die NSA gute Arbeit und vermeidet ungesetzliche Überwachungen in den USA. Außerhalb unserer Grenzen ist die NSA aggressiver. Sie wird nicht von Gesetzen eingeschränkt".
Eigentlich kein Kommentar mehr nötig. Man fasst es nicht - aber sehr aufschlußreich, wie die führende Nation des Westens über das Völkerrecht denkt. Dann darf man sich über Israel auch nicht mehr wundern. Und auch über Russland sollte man nicht mehr die Nase rümpfen.
Mittwoch, 4. Dezember 2013
Vogelfang durch Katzen
Wie verhält es sich eigentlich mit dem Vogelfang durch Katzen? Von
der Verhaltensweise bei der Jagd her ist die Katze kein Vogel-, sondern
ein Mäusejäger. Anschleichen, Belauern der Beute, Sprungvorbereitung
und Beutesprung selbst sind so wenig auf Vogelfang ausgerichtet, daß nur
selten ein gesunder Vogel erwischt wird. Das dauernde Umherhüpfen des
Vogels zwingt die Katze immer wieder mit dem Lauerzeremoniell von
vorn zu beginnen. So ist der Vogel auf und davon, ehe die Katze sprung-
bereit ist. Steht ein zufällig mal gefangener Vogel aber in einem erörterba-
ren Verhältnis zu den Millionen Vögeln, die jährlich auf dem Zug nach
Süden von Menschen gefangen und getötet werden, zu den Millionen von
indirekt durch Schädlings- und Unkrautbekämpfungsmittel ermordeten
Vögeln, zu den Hunderten mit Luftgewehren geschossenen Vögeln, zu
den Hunderten auf den Straßen von schnellen Fahrzeugen getöteten Vö-
geln? Krähen, Elstern, Häher und viele andere Nesträuber bringen weit-
aus mehr jungvögel ums Leben, als je unsere Katzen schaffen könnten.
Meist sind es Spatzen oder Amseln, die den Katzen zur Beute fallen. Aber
gerade diese Vogelarten vermehren sich sehr stark. Stellen wir die Vogel-
tränke im Garten an freier übersichtlicher Stelle auf, lassen wir im dichten
Gebüsch das trockene Laub liegen, das ein unhörbares Anschleichen der
Katze vereitelt, bringen wir am Nistbaum einen Kletterschutz an, so verei-
teln wir derartige Jagdmöglichkeiten von vornherein.
Aus: rororo Katzenbuch von Bürger/Tylinek
der Verhaltensweise bei der Jagd her ist die Katze kein Vogel-, sondern
ein Mäusejäger. Anschleichen, Belauern der Beute, Sprungvorbereitung
und Beutesprung selbst sind so wenig auf Vogelfang ausgerichtet, daß nur
selten ein gesunder Vogel erwischt wird. Das dauernde Umherhüpfen des
Vogels zwingt die Katze immer wieder mit dem Lauerzeremoniell von
vorn zu beginnen. So ist der Vogel auf und davon, ehe die Katze sprung-
bereit ist. Steht ein zufällig mal gefangener Vogel aber in einem erörterba-
ren Verhältnis zu den Millionen Vögeln, die jährlich auf dem Zug nach
Süden von Menschen gefangen und getötet werden, zu den Millionen von
indirekt durch Schädlings- und Unkrautbekämpfungsmittel ermordeten
Vögeln, zu den Hunderten mit Luftgewehren geschossenen Vögeln, zu
den Hunderten auf den Straßen von schnellen Fahrzeugen getöteten Vö-
geln? Krähen, Elstern, Häher und viele andere Nesträuber bringen weit-
aus mehr jungvögel ums Leben, als je unsere Katzen schaffen könnten.
Meist sind es Spatzen oder Amseln, die den Katzen zur Beute fallen. Aber
gerade diese Vogelarten vermehren sich sehr stark. Stellen wir die Vogel-
tränke im Garten an freier übersichtlicher Stelle auf, lassen wir im dichten
Gebüsch das trockene Laub liegen, das ein unhörbares Anschleichen der
Katze vereitelt, bringen wir am Nistbaum einen Kletterschutz an, so verei-
teln wir derartige Jagdmöglichkeiten von vornherein.
Aus: rororo Katzenbuch von Bürger/Tylinek
Dienstag, 3. Dezember 2013
Lopatka und der neue alte Stil
Jetzt weiß ich,warum es #Lopatka wieder nach Wien gezogen hat:Es ist ihm in der Steiermark zwischen #ÖVP und #SPÖ zu harmonisch zugegangen.
— FranzKumpf (@kumpfuz) 3. Dezember 2013
#Koalitions-Verhandlungen:Da reden sie von "neuem Stil" und dann schicken sie den alten #Schüssel-Kämpfer #Lopatka in die Verhandlungen.
— FranzKumpf (@kumpfuz) 3. Dezember 2013
Samstag, 16. November 2013
Optimismus ist Pflicht.
Karl Popper:
"Der Friede ist notwendig. Er muß vielleicht noch lange erkämpft und verteidigt werden. Darauf müssen wir uns gefaßt machen. Auch darauf, daß wir und die Vereinten Nationen Fehler machen werden.
Wenn ich sage »Optimismus ist Pflicht«, so schließt das nicht nur ein, daß die Zukunft offen
ist, sondern auch, daß wir alle sie mitbestimmen durch das, was wir tun: Wir sind alle mitverantwortlich für das, was kommt.
So ist es unser aller Pflicht, statt etwas Schlimmes vorauszusagen, uns einzusetzen für jene Dinge, die die Zukunft besser machen können."
"Der Friede ist notwendig. Er muß vielleicht noch lange erkämpft und verteidigt werden. Darauf müssen wir uns gefaßt machen. Auch darauf, daß wir und die Vereinten Nationen Fehler machen werden.
Aber Optimismus ist Pflicht.
Die Zukunft ist offen. Sie ist nicht vorausbestimmt. Daher kann sie niemand voraussagen - außer durch Zufall. Die Möglichkeiten, die in der Zukunft liegen, gute sowohl wie schlimme, sind unabsehbar.Wenn ich sage »Optimismus ist Pflicht«, so schließt das nicht nur ein, daß die Zukunft offen
ist, sondern auch, daß wir alle sie mitbestimmen durch das, was wir tun: Wir sind alle mitverantwortlich für das, was kommt.
So ist es unser aller Pflicht, statt etwas Schlimmes vorauszusagen, uns einzusetzen für jene Dinge, die die Zukunft besser machen können."
Dienstag, 29. Oktober 2013
Jung und alt
Das Vorrecht der Jugend ist, alles Alte schlecht und nur das Neue gut zu finden.
Das Vorrecht des Alters ist es, dies nicht ernst zu nehmen.
Das Vorrecht des Alters ist es, dies nicht ernst zu nehmen.
Sonntag, 27. Oktober 2013
Wahr-Sagerei
Ein Artikel in der WZ zum Thema "Klimawandel":
http://www.wienerzeitung.at/beilagen/extra/582767_Das-Raetsel-der-tiefen-Wolken.html
Zitat daraus: "Die Forschung ... hat sich zu sehr mit der Politik
gemein gemacht". Das ist nur eine der auffallenden Parallelen zur
Theologie bzw. zur Religion. Wer sich ein bißchen auskennt im science-business,
für den reduziert sich das Klima-Thema zu einer reinen Glaubens-, um nicht zu sagen Interessens-Sache. Das wäre ja nicht
so schlimm, wenn nicht alle Religionen diesen fatalen Drang zum Missionieren hätten.
--------------
Karl Popper kann es viel besser ausdrücken, wie ich zu dieser zweckorientierten Zukunftsdeuterei stehe:
"Als erstes müssen wir uns von der unsinnigen Denkgewohn-
heit befreien, ein kluger Mensch könne Vorhersagen, was ge-
schehen wírd. Anscheinend glaubt nahezu jeder, Klugheit er-
weise sich daran, daß man wahre Prophezeiungen macht. Und
nahezu jeder glaubt, ein rationales Programm für die Zukunft
müsse von einer wahren Voraussage ausgehen.
Und jedermann betrachtet die Menschheitsgeschichte als
mächtigen Strom, der sich vor unseren Augen dahinwälzt. Wir
sehen, wie er aus der Vergangenheit daherströmt; und wenn
wir richtig hinsehen, müssen wir in der Lage sein, zumindest
die allgemeine Richtung seines zukünftigen Verlaufs vorherzusagen.
Vielen Leuten scheint dies offenbar einzuleuchten. Aber es
ist grundfalsch - es ist sogar moralisch falsch. An die Stelle
dieser Auffassung müßte eine grundverschiedene ßetrachtungsweise
der Geschichte treten. Ich schlage folgende vor:
Die Geschichte endet mit dem heutigen Tag.
Wir können von ihr lernen; die Zukunft ist jedoch nie eine Verlängerung der
Vergangenheit, auch keine Extrapolation. Die Zukunft exi-
stiert noch nicht; und eben darin liegt unsere große Verant-
wortung; daß wir die Zukunft beeinflussen, daß wir alles tun
können, um sie zu einer besseren zu machen.
Zu diesem Zweck müssen wir all das nutzen, was wir aus der
Vergangenheit gelernt haben; und etwas sehr Wichtiges, das
wir gelernt haben sollten, ist: bescheiden zu sein."
--------------
Karl Popper kann es viel besser ausdrücken, wie ich zu dieser zweckorientierten Zukunftsdeuterei stehe:
"Als erstes müssen wir uns von der unsinnigen Denkgewohn-
heit befreien, ein kluger Mensch könne Vorhersagen, was ge-
schehen wírd. Anscheinend glaubt nahezu jeder, Klugheit er-
weise sich daran, daß man wahre Prophezeiungen macht. Und
nahezu jeder glaubt, ein rationales Programm für die Zukunft
müsse von einer wahren Voraussage ausgehen.
Und jedermann betrachtet die Menschheitsgeschichte als
mächtigen Strom, der sich vor unseren Augen dahinwälzt. Wir
sehen, wie er aus der Vergangenheit daherströmt; und wenn
wir richtig hinsehen, müssen wir in der Lage sein, zumindest
die allgemeine Richtung seines zukünftigen Verlaufs vorherzusagen.
Vielen Leuten scheint dies offenbar einzuleuchten. Aber es
ist grundfalsch - es ist sogar moralisch falsch. An die Stelle
dieser Auffassung müßte eine grundverschiedene ßetrachtungsweise
der Geschichte treten. Ich schlage folgende vor:
Die Geschichte endet mit dem heutigen Tag.
Wir können von ihr lernen; die Zukunft ist jedoch nie eine Verlängerung der
Vergangenheit, auch keine Extrapolation. Die Zukunft exi-
stiert noch nicht; und eben darin liegt unsere große Verant-
wortung; daß wir die Zukunft beeinflussen, daß wir alles tun
können, um sie zu einer besseren zu machen.
Zu diesem Zweck müssen wir all das nutzen, was wir aus der
Vergangenheit gelernt haben; und etwas sehr Wichtiges, das
wir gelernt haben sollten, ist: bescheiden zu sein."
Mittwoch, 16. Oktober 2013
Rosenkavalier in Dresden
Hier der Bericht über eine Rosenkavalier-Aufführung am 10.10.2013 in der Semperoper in Dresden. Es war ein Geburtstagsgeschenk zu meinem 70-er im Juni - sinnigerweise an meinem Namenstag.
Sehr schöner Platz, neben der MIttelloge.
Im Prinzip eine sehr schöne Aufführung. Thielemann sagte leider krankheitsbedingt ab, aber Peter Schneider war ja auch nicht schlecht. Musikalisch war es also sehr gut.
Die Inszenierung? Nun ja, zur Einstimmung folgender Auszug aus dem Programmheft:
Zur Ergänzung: Nicht nur die Kostüme, sondern auch die Requisiten sowie bestimmte "Bewegungs-Muster" entstammten der näheren "Vergangenheit" - und zwar aus der "volkseigenen" Produktion der DDR (Kameras und andere Geräte). Nun ja. Das war nicht immer stimmig - aber ich war so hoch gestimmt, dass es mich ausnahmsweise nicht störte.
Das Theater selbst ist ja eine wahre Pracht; ich war schon vor Jahren einmal drin.
Sehr gut war v. a. die/der Oktavian (s.o.), selten so eine stimmige und überzeugende Darstellung gesehen.
-----------
Theaterplatz am Nachmittag:
Und so schaute es nach der Vorstellung am Theaterplatz aus:
Und hier der "Gegenschuss":
(Hofkirche und Residenz)
Übernachtet habe ich im IBIS-Hotel Bastei, Nähe Bahnhof. No na ;=)
Abfahrt am 9.10. von Praterstern um 6:50h, Ankunft nachmittag, 3-Stunden-Wiedersehensstreifzug durch die Altstadt.
Am 10. vormittag Strassenbahn-Kreuzen durch die Stadt, Waldschlösschenbrücke, Prohlis etc.
Am 11. vormittag noch Radebeul Ost und diverse Neuigkeiten "inspiziert", um 15h wieder Heimfahrt via Prag und Brno.
Siehe auch: https://skydrive.live.com/?cid=924c14d9ebf2033e#cid=924C14D9EBF2033E&id=924C14D9EBF2033E%21202
------------------------
Leider vergessen bzw. zu spät erinnert:
http://www.asisi.de/index.php?id=7#asisi_index_id_70
Sehr schöner Platz, neben der MIttelloge.
Im Prinzip eine sehr schöne Aufführung. Thielemann sagte leider krankheitsbedingt ab, aber Peter Schneider war ja auch nicht schlecht. Musikalisch war es also sehr gut.
Die Inszenierung? Nun ja, zur Einstimmung folgender Auszug aus dem Programmheft:
Zur Ergänzung: Nicht nur die Kostüme, sondern auch die Requisiten sowie bestimmte "Bewegungs-Muster" entstammten der näheren "Vergangenheit" - und zwar aus der "volkseigenen" Produktion der DDR (Kameras und andere Geräte). Nun ja. Das war nicht immer stimmig - aber ich war so hoch gestimmt, dass es mich ausnahmsweise nicht störte.
Das Theater selbst ist ja eine wahre Pracht; ich war schon vor Jahren einmal drin.
Sehr gut war v. a. die/der Oktavian (s.o.), selten so eine stimmige und überzeugende Darstellung gesehen.
-----------
Theaterplatz am Nachmittag:
Und so schaute es nach der Vorstellung am Theaterplatz aus:
Und hier der "Gegenschuss":
(Hofkirche und Residenz)
Übernachtet habe ich im IBIS-Hotel Bastei, Nähe Bahnhof. No na ;=)
Abfahrt am 9.10. von Praterstern um 6:50h, Ankunft nachmittag, 3-Stunden-Wiedersehensstreifzug durch die Altstadt.
Am 10. vormittag Strassenbahn-Kreuzen durch die Stadt, Waldschlösschenbrücke, Prohlis etc.
Am 11. vormittag noch Radebeul Ost und diverse Neuigkeiten "inspiziert", um 15h wieder Heimfahrt via Prag und Brno.
Siehe auch: https://skydrive.live.com/?cid=924c14d9ebf2033e#cid=924C14D9EBF2033E&id=924C14D9EBF2033E%21202
------------------------
Leider vergessen bzw. zu spät erinnert:
http://www.asisi.de/index.php?id=7#asisi_index_id_70
Abonnieren
Posts (Atom)



