Politische, kulturelle und politische Kommentare ; literarische Kletzen. Motto: Prudenter dubitare!
Sonntag, 15. April 2012
Samstag, 14. April 2012
Grass in der WZ
Dass es gerade der "Wiener Zeitung" passieren muss, den verfemten Grass
nicht mehr rechtzeitig von der Titelseite des Wochenend-Magazins und aus dem Usedom-Artikel darin tilgen zu können!
Da werden sie aber ordentlich Wiedergutmachtung leisten
müssen, in Form von willkürlich im Feuilleton oder auf der Integrationsseite plazierten Beiträgen über Judaica, durch Gratisinserate für jüdische Zeitschriften und Einrichtungen - also wie bisher, nur noch intensiver.
Donnerstag, 12. April 2012
Summa
Man muß ertragen lernen, was man nicht vermeiden kann.
Montaigne, Essais
Bei keinem Autor habe ich soviel "Wahrheiten" gefunden, die meinen eigenen Standpunkt wiedergeben und die ich selbst nicht gut formulieren kann.
Montaigne, Essais
Bei keinem Autor habe ich soviel "Wahrheiten" gefunden, die meinen eigenen Standpunkt wiedergeben und die ich selbst nicht gut formulieren kann.
Dienstag, 10. April 2012
Killerargument
Was den Antisemiten das Schimpfwort "Jude", das ist den Israelfreunden das Wort "Antisemit": Ein selbsterklärendes Totschlag-Argument.
Montag, 9. April 2012
Parallele
Grass würde es nicht gerne hören, aber die ganze Aufregung um sein Israelgedicht erinnert mich an Thilo Sarrazin: Hier wie dort hat einer eine Meinung artikuliert, welche die eher unklaren Gedanken vieler, wahrscheinlich der meisten Bürger wiedergibt - und wird unverzüglich und unisono von den "Meinungsführern" niedergebrüllt.
Führer, die brüllen müssen, sind schlechte Führer. Wovor haben sie Angst?
Vor ihren "Untergebenen" oder ihren "Vorgesetzten", wahrscheinlich vor beiden.
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Oder verstehen sie sich ohnehin mehr als "Meinungsmacher"?
Das ist auch zeitgemäß, denn:
Führer, die brüllen müssen, sind schlechte Führer. Wovor haben sie Angst?
Vor ihren "Untergebenen" oder ihren "Vorgesetzten", wahrscheinlich vor beiden.
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Oder verstehen sie sich ohnehin mehr als "Meinungsmacher"?
Das ist auch zeitgemäß, denn:
Alles, was ihr braucht zum Leben,
Kauft ihr fertig vom Regal.
Geradeso bezieht ihr eben
Auch Werte, Meinung und Moral.
Sonntag, 8. April 2012
Prawy und das Regietheater
Vor 30 Jahren hat Marcel Prawy die Hoffnung geäußert, dass sich das Regietheater in der Oper mit der Zeit totlaufen würde. Leider hat er sich geirrt.
https://picasaweb.google.com/111448781314985987614/PrawyRegietheater
Leider nicht eingescanned, sondern nur abfotografiert, daher schlecht lesbar.
https://picasaweb.google.com/111448781314985987614/PrawyRegietheater
Leider nicht eingescanned, sondern nur abfotografiert, daher schlecht lesbar.
Samstag, 7. April 2012
Parsifal 2012-I und III
Gründonnerstag Parsifal StOp unter Thielemann: Wie macht er das bloß, daß man Wagner und Strauss nur mehr unter ihm hören will? Gut, das StOp-Orchester hat auch einen großen Anteil. Daß man sowas um €14 (akustisch) geniessen kann, grenzt an ein Wunder. Nächsten Donnerstag bin ich noch einmal dort.
Die Sängerleistungen waren gemischt; Struckmann und Bankl bleiben im Gedächtnis, Denoke auch - aber mehr darstellerisch.
In der Aufführung am 12.4. war O'Neill deutlich besser, aber auch die anderen konnten sich steigern, trotzdem war der Gesamteindruck diesmal nicht so fesselnd - kann aber auch an mir gelegen haben.
Die Sängerleistungen waren gemischt; Struckmann und Bankl bleiben im Gedächtnis, Denoke auch - aber mehr darstellerisch.
| Wiener Staatsoper5.4.2012 Dirigent: Christian Thielemann | Amfortas - Falk Struckmann Titurel - Andrea Hörl Gurnemanz - Kwangchul Youn Parsifal - Simon O'Neill Klingsor - Wolfgang Bankl Kundry - Angela Denoke 1. Knappe - Stephanie Houtzeel 2. Knappe - Juliette Mars 3. Knappe - Norbert Ernst 4. Knappe - Peter Jelosits 1. Gralsritter - Benedikt Kobel 2. Gralsritter - Il Hong | Blumenmädchen 1. Gruppe - Ileana Tonca Olga Bezsmertna Stephanie Houtzeel Blumenmädchen 2. Gruppe - Anita Hartig Alexandra Reinprecht Zoryana Kushpler Stimme von oben |
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So so - dummdreist sind also und Gedicht und Mann, weil sie ausdrücken, dass die Mehrheit der Bürger mehr Angst vor Israel als vor Iran haben. Sie wissen's halt nicht besser, aber dafür haben wir ja die Eliten. Für die ist wohl die Demokratie ganz was Schreckliches! Was tun, wenn das Volk den Meinungsführern nicht folgt? Dann ist allemal das Volk schuld, nicht wahr?
Als "dummdreist" und "undicht" im Sinne von "inkontinent" empfinde ich eher den Kolumnisten. War er es nicht, der unerschrocken für das Frühjahr den Zusammenbruch des Finanzsystems prophezeit hat. Nun, viel Zeit ist nicht mehr. Vielleicht wirft er sich deswegen nun auf politisch-historische Themen.